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Datum 10.06.2008 
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Mit Schub nach Rotterdam 

Auf den Rhythmus hat Bernd Schmalisch sich längst eingestellt in den vielen Jahren, die er schon auf der "Rhenus Schub 1" unterwegs ist: Alle sechs Stunden muss der Schiffsführer ans Steuer, danach geht er wieder in die Koje. Dann fährt sein Kollege weiter. Schichtdienst - denn das Schiff fährt; unentwegt und ohne Pause. Kohle und Erz aus Rotterdam nach Duisburg, in "Leichtern", riesigen Badewannen aus Stahl, und mit Leergut wieder zurück. Die Mannschaft ist ein eingespieltes Team. Jeder Handgriff sitzt, wenn die Männer die Schubleichter in den Häfen an- und abkoppeln, ganz egal ob frühmorgens oder um Mitternacht. 14 Tage lang zusammen auf engem Raum. Sechs Mann mit bewegter Vergangenheit: Jaroslaw Siro zum Beispiel hat sein Handwerk in der Slowakei gelernt, Werner Brücken ist in seiner Jugend als Matrose auf Bananendampfern bis nach Indien gefahren.

Ein WDR-Team um Reporter Markus Waerder ist mitgefahren nach Rotterdam und zurück, mit dem 4000-PS-Schubschiff und vier Kohleleichtern vorneweg. Herrliche Sonnenaufgänge auf dem Rhein haben sie erlebt und echte "Typen" kennen gelernt. Auf der "Rhenus Schub 1" - und dann im Hafen von Rotterdam: den philippinischen Kapitän zur See, der die Einsamkeit liebt; den Kranführer, der im drittgrößten Hafen der Welt schon tausende Schiffe entladen hat, aber noch nie selbst mitgefahren ist; und schließlich "Tattoo Bob", der den Matrosen hier schon vor 40 Jahren Seemannsgräber auf die Arme tätowierte.



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