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Datum 18.06.2012 
Quelle Sonstiges ©

Shell investiert erneut in eine sauberere Produktion 

Heute eröffnet der Rotterdamer Bürgermeister Aboutaleb die sechste Entschwefelungsanlage, HDS-6, auf dem Komplex in Pernis. Hierdurch kann Diesel und Heizöl gemäß den neuesten europäischen Umweltvorschriften tiefer entschwefelt werden und erhöht sich die Kapazität dieses Vorgangs beträchtlich. Die Investition beträgt ungefähr 400 Millionen Euro und trägt dazu bei, dass Pernis sich als einer von Shells wichtigsten Raffineriekomplexe weltweit positioniert. Seit den 80er-Jahren werden nahezu kontinuierlich große Investitionen durchgeführt, vor allem in sauberere und flexiblere Anlagen.

Shell Pernis ist mit einer Verarbeitungskapazität von über 400.000 Fässern Rohöl pro Tag (über 44.000 Liter pro Minute) Europas größte Raffinerie.  Einschließlich der neuen Anlage fängt Shell täglich ungefähr 450 Tonnen Schwefel ab. Das goldgelbe „Sirup“ wird als Rohstoff in der Chemie- und Kunstdüngerproduktion weiterverwendet.

Hoher Druck
Die HDS-Fabrik (Hydrodesulfurierung) entfernt den Schwefel aus Schwergasölfraktionen. Das entschwefelte Gasöl landet im Dieselbecken (die Anlage produziert dann 10 ppm Schwefelgasöl) oder im Heizölbecken (die Anlage produziert dann 50 ppm Schwefelgasöl) von Shell Pernis.

Schwefelmoleküle aus Gasöl werden mithilfe eines Katalysators, hohem Druck und hoher Temperatur und wasserstoffreichem Gas in H2S umgesetzt. Daraufhin wird das H2S in einem anderen Teil der Anlage vom Gasöl getrennt.

Dieser Vorgang geschieht entsprechend der neuesten Technologie. Die Fabrik arbeitet mit einem höheren Druck als die existierenden HDS und kann somit eine größere und tiefere Entschwefelung gewährleisten. Die existierenden HDS können lediglich relativ leichtes Gasöl entschwefeln, wodurch der Katalysator viel häufiger ersetzt werden muss.

Foto: Shell
Quellen: Shell und Diverse, 14.06.2012

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