Letzte Woche transportierte Van Uden 18.000 TEU, gut ein Viertel mehr als Ende November 2011, als der Betrieb 14.000 Einheiten pro Binnenschiff transportierte. Van Uden sieht das Wachstum als die positive Kehrseite der Wirtschaftskrise. Um die Kosten zu senken schließen die großen Containerredereien Allianzen auf den Routen zum und aus dem Fernen Osten. Dadurch gelangt mehr Ladung nach Rotterdam, so Diederik Antvelink.
Allerdings muss er auf die längeren Wartezeiten hinweisen, besonders an Tagen, wo Hochbetrieb herrscht. Daher muss für Zusatzkapazitäten gesorgt werden. Ein weiterer Grund für das größere Aufkommen ist das Ausfallen einiger Betriebe Anfang dieses Jahres. „Die Containerschifffahrt braucht nicht so sehr billige Kapazitäten, als vielmehr ein verlässliches System, in dem Verspätungen, Stoßzeiten und Flauten ohne Zusatzkosten aufgefangen werden können.“ Laut Antvelink hat die Fusion der zwei größten Binnenschifffahrtsbetreiber auf dem Rhein und ihrer Terminals zu Beginn dieses Jahres für Unruhe gesorgt. Betreiber und Schiffseigner sind auf das Gebiet um die Seehäfen ausgewichen, dem Tätigkeitsgebiet von Van Uden, und dies resultierte in Kostendruck.
Van Uden ist mit CEM Container Barging in Antwerpen und Van Uden Container Barging in Rotterdam auf den Containertransport mit mittelgroßen Binnenschiffen auf kurze Strecken im Beneluxraum und den täglichen Transportdienst von und zu den Seehäfen ausgerichtet. Man bietet feste Abfahrtszeiten, die genau auf die Lade- und Löschzeiten der großen Containerumschlagterminals abgestimmt sind. Insgesamt verfügt Van Uden über eine Flotte von 19 (letztes Jahr noch 17) Schiffen, und es werden auf Tagesbasis noch zahlreiche Charter hinzugemietet.
Eine Mio. TEU
Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach umweltfreundlichen Transportlösungen, von denen die Binnenschifffahrt eine ist, sieht Antvelink optimistisch in die Zukunft. Die Erholung des Marktes nach der Flaute des Jahres 2011 war zu erwarten: „Deshalb halten wir weiterhin an unserer Zielsetzung fest, im Jahr 2015 eine Mio. TEU über die Binnenwasserstraßen zu transportieren. Daneben bleibt auch die Erweiterung unserer Aktivitäten auf dem Rhein ein Ziel, aber vorläufig brauchen wir alle Energie für unseren gegenwärtigen Tätigkeitsbereich. Außerdem ist momentan wenig Platz in der Rheinschifffahrt. Für den Transport großer Bündel leerer Container in dieser Richtung sehen wir allerdings Möglichkeiten.“
Quelle: Van Uden, 18.06.2012