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Milieudefensie und Hafengesellschaft Rotterdam unterzeichnen Vereinbarung

09-02-2009

Die niederländische Umweltorganisation Milieudefensie und die Hafengesellschaft Rotterdam präsentieren heute die „Vereinbarung Nachhaltige Maasvlakte“. Noch in diesem Jahr werden beide Parteien eine Untersuchung ausführen lassen, um zu ermitteln, ob und wie die aus den Aktivitäten der jetzigen und der Zweiten Maasvlakte entstehenden Feinstaub-, NOX-, SO2- und CO2-Emissionen reduziert werden können. Das gemeinsame Streben besteht darin, eine Reduzierung der Luftschadstoffe um 10 Prozent bis zum Jahr 2020 zu erreichen. In Anbetracht dieses Ergebnisses verzichtet Milieudefensie auf rechtliche Schritte gegen den Bau und die Nutzung der Zweiten Maasvlakte.

 

  • Einsatz: Zweite Maasvlakte zehn Prozent sauberer
  • Rechtliche Schritte abgewendet

In den vergangenen Monaten haben die Hafengesellschaft Rotterdam und Milieudefensie konstruktiv über die Unterschiede bezüglich der Umweltziele und -leistungen der Zweiten Maasvlakte gesprochen. Dabei wurde festgestellt, dass es für beide Parteien interessanter ist, nach einer zunehmend nachhaltigen Gestaltung der Nutzung der Maasvlakte zu streben als diesbezüglich Gerichtsverfahren zu führen, da sie erwarten, damit einen größeren und effizienteren Umweltgewinn realisieren zu können. 

Teil der Vereinbarung ist eine Untersuchung hinsichtlich der effektivsten Maßnahmen zur Realisierung einer Emissionsreduzierung. Dabei geht es zum Beispiel um den Einsatz von Cold Ironing für (Hochsee Schiffe, die im Hafen liegen, um die Nutzung von Hafengebühren zur Förderung von Investitionen in Umweltmaßnahmen seitens Reedereien sowie um die Ausweitung der Umweltzone auf der Maasvlakte, sodass auch in anderen Teilen des Hafengebiets ausschließlich sauberere Lkw willkommen sind. Die Hafengesellschaft Rotterdam und Milieudefensie werden auch in den kommenden Jahren weiter beraten, um die Wirksamkeit der zu ergreifenden Maßnahmen zu überwachen und erforderlichenfalls zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen.

Hans Smits, Generaldirektor der Hafengesellschaft Rotterdam: „Wir freuen uns über die konstruktive Haltung von Milieudefensie. Das Streben der Hafengesellschaft war immer darauf ausgerichtet, in einem ständigen Dialog mit allen Beteiligten Win-Win-Situationen zu schaffen, mit denen sowohl die Wirtschaft als auch die Lebensqualität gestärkt werden. Der Bau der Zweiten Maasvlakte wird uneingeschränkt fortgesetzt, und zugleich sorgen wir dafür, dass der Hafen nachhaltiger wird.“

Frank Köhler, Geschäftsführer von Milieudefensie: „Milieudefensie ist mit dieser Vereinbarung zufrieden. Sie kennzeichnet das Ende einer jahrelangen Kontroverse, die vor Gericht zu enden drohte. Soweit brauchte es nicht zu kommen, denn nun haben wir ein Ergebnis, das sowohl der Umwelt als auch den Einwohnern von Rotterdam zugute kommt.“

© Havenbedrijf Rotterdam N.V.