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Windenergie

Im Hafen von Rotterdam werden die unterschiedlichsten Energieträger genutzt: Kohle und Erdgas, aber auch Biomasse, Wärme, Dampf, Sonne und Wind. Die Anlieferung, Erzeugung und Distribution von Energie ist hier ein enormer Wirtschaftszweig. Eine wichtige Entwicklung ist die nachhaltige Energieerzeugung. Momentan sind im Rotterdamer Hafengebiet Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 200 Megawatt (MW) installiert. Dies entspricht rund 10 % der gesamten in den Niederlanden erzeugten Windenergie. Die niederländische Regierung hat beschlossen, dass bis 2020 14 % und bis 2023 16 % der niederländischen Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen stammen müssen. Der Hafenbetrieb Rotterdam unterstützt dieses Streben mit einer 2009 geschlossenen Vereinbarung über die Realisierung von Windenergie im Rotterdamer Hafen (Convenant Realisatie Windenergie in de Rotterdamse haven)*. Aufgrund dieser Vereinbarung werden im öffentlichen Teil des Hafengebiets bis 2020 mindestens 150 MW zusätzlicher Energie erzeugt. In seiner Hafenvision hat der Hafenbetrieb Rotterdam mit verschiedenen Partnern vereinbart, dass bis 2020 eine installierte Gesamtleistung von 300 MW realisiert werden muss. Das bringt Rotterdam seinem Ziel, sich zur nachhaltigsten Energiedrehscheibe Nordwesteuropas zu entwickeln, ein gutes Stück näher.

*Unterzeichner: der niederländische Staat (das damalige Ministerium für Wohnungswesen, Raumordnung und Umwelt und das Ministerium für Wirtschaft), die Provinz Südholland, die Gemeinde Rotterdam, Deltalinqs, die Nederlandse Wind Energie Associatie (NWEA), die Rotterdam Climate Initiative (RCI), die Milieufederatie Zuid-Holland und der Hafenbetrieb Rotterdam.

Windenergieanlagen im Hafengebiet

Windkraftanlagen auf Maasvlakte 2

Ein wichtiger Standort für die Realisierung neuer Windkraftanlagen ist die Randzone der 2. Maasvlakte. Sie besteht aus natürlichen Küstenschutzeinrichtungen (Strand) und technischen Hochwasserschutzanlagen (Blockdamm). Diese Anlagen sind Eigentum des niederländischen Staates. Der Hafenbetrieb hat bis 2023 die Verantwortung für die Realisierung und Verwaltung der Schutzeinrichtungen übernommen. Danach wird die Verwaltung dem niederländischen Wasserwirtschafts- und Verkehrsbauamt (Rijkswaterstaat) übertragen. Der Staat beteiligt den Hafenbetrieb an der Realisierung von Windkraftanlagen auf den Küstenschutzanlagen. Die technischen Hochwasserschutzanlagen wird das Ministerium für Infrastruktur und Umwelt in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Liegenschaftsamt (Rijksvastgoedbedrijf) in Kürze ausschreiben. Die Realisierung von Windkraftanlagen auf den natürlichen Küstenschutzeinrichtungen ist angesichts der Sicherheitsvorschriften und der Erholungsfunktion des Gebiets ein komplexes Vorhaben. Rijkswaterstaat führt zurzeit eine Studie zur Sondierung der Möglichkeiten durch, an der auch der Hafenbetrieb Rotterdam beteiligt ist.

Offshore-Windparks

Die Regierung hat drei Gebiete ausgewiesen, in denen in den kommenden Jahren Offshore-Windparks entwickelt werden können. Anstelle mehrerer kleinerer Offshore-Windparks bevorzugt die Regierung die Realisierung einer begrenzten Zahl größerer Anlagen. Standorte: Borssele, „IJmuiden Ver“ (Weit vor der Küste bei IJmuiden), „Voor de Hollandse Kust“ (Vor der westniederländischen Nordseeküste) und „Ten Noorden van de Wadden“ (Nördlich der Westfriesischen Inseln). Der von der Regierung zunächst in Betracht gezogene Standort auf Maasvlakte 2 wird nicht mehr erwogen. Der Hafenbetrieb ist kein Befürworter eines Offshore-Windparks vor der Küste der Maasvlakte 2, da er ein Sicherheitsrisiko für die Schifffahrt darstellen kann.

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