Infrastruktur

Im Rotterdamer Hafen werden bei den industriellen Prozessen große Mengen an Wärme, Dampf und CO2 freigesetzt. Chemiebetriebe, die Unterglasanbaubetriebe sowie die Haushalte in der Region benötigen jedoch genau diese Wärme. Über Rohrleitungen können diese Energiequellen intelligent ausgetauscht werden. Indem so effizient wie möglich mit Energie umgegangen wird und Restströme möglichst gut benutzt werden, werden weniger CO2 und NOx in die Luft emittiert. Dies trägt dazu bei, einen nachhaltigen Hafen zu schaffen und sorgt für ein profitables und nachhaltiges Betriebsklima.

Open net: Wärme, Dampf und CO2
Zur Schaffung eines energie-effizienten und nachhaltigen Hafens trägt der Hafenbetrieb zu einem umfassenden so genannten ‚open net‘ bei, mittels dessen Angebot und Nachfrage von verschiedenen Energieträgern miteinander verknüpft werden. Der Hafenbetrieb kann jedoch ein solch umfangreiches, aus Anbietern und Abnehmern von Energiequellen bestehendes System im Hafen und rundum nicht allein anlegen. Dazu sind Kooperation und Investitionen von mehreren Akteuren erforderlich. Zudem müssen die Vorschriften an verschiedenen Stellen geändert werden. Nur dann sind neue Ertragsmodelle möglich. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, erst zu beurteilen, was bereits vorhanden ist: Es sind in der Vergangenheit bereits viele Leitungen verlegt worden, die anders oder besser benutzt werden können. Laufende Projekte im Bereich der Infrastruktur, die Betriebe im Sinne der Synergie nutzen können, um ihre Emissionen zu senken und die anfallende Restwärme nicht verlorengehen zu lassen, in Kooperation mit dem Hafenbetrieb sind:

Warmterotonde (Wärmekreisel)
Gemeinsam mit unter anderem dem Unternehmen Gasunie arbeitet der Hafenbetrieb derzeit an einem Projekt mit dem Namen ‚Warmterotonde‘ (Wärmekreisel), mit dem bezweckt wird, die Restwärme aus dem Hafen ins Westland sowie in die Städte zu bringen. Das Prinzip dieses Wärmenetzes besteht darin, dass verschiedene Lieferanten und Abnehmer das Netz benutzen - es ist eine offene Plattform. Auch andere nachhaltige Quellen wie Geothermie (Erdwärme) können an dieses Wärmenetz angeschlossen werden. Gleichzeitig mit einer neuen Wärme-Pipeline kann ebenfalls ein CO2-Rohrsystem angelegt werden. Abgesehen von Wärme brauchen Gartenbaubetriebe nämlich CO2, so dass ihre Pflanzen schneller wachsen. Derzeit wird bei den Gartenbaubetrieben manchmal Gas zur Herstellung von CO2 verheizt. Mit einem Leitungsnetz für CO2 kann emittiertes CO2 von der Hafenindustrie (das sonst in die Luft entweichen würde) zu den Gartenbaubetrieben gebracht werden.

Elektrizität
Im Rotterdamer Hafen wird viel Energie erzeugt und verbraucht. Es wird ebenfalls nachhaltige Energie erzeugt - beispielsweise Solarenergie, Windenergie und Energie aus Biomasse. TenneT wird in den kommenden Jahren die von den Windparks auf See erzeugte Elektrizität zur Maasvlakte transportieren. Das bietet Möglichkeiten für neue Entwicklungen, wie zum Beispiel die Elektrifizierung der Industrie sowie die Umwandlung von Elektrizität in Wasserstoff. Dieser Wasserstoff kann dann wieder als Kraftstoff eingesetzt werden.

Kontakt

Für weitere Informationen zu diesem Thema, nehmen Sie Kontakt auf zu:

Maike Akkers
Program Manager Energy Infrastructure

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