Brasilien: Pecém

Seit Dezember 2018 ist der Hafenbetrieb Rotterdam Partner des rasch wachsenden Hafens von Pecém. Die Beteiligung am Hafen von Pecém bietet Chancen für internationale Handelsströme und Investitionen aus Europa. Pecém hat dank seiner strategischen Lage das Potenzial, sich zu einem Logistik- und Industrieknotenpunkt in Nordostbrasilien zu entwickeln.

Der Hafen von Pecém liegt im Bundesstaat Ceará in etwa 50 km Entfernung von Ceará, Fortaleza. Der Bundesstaat Ceará liegt im Nordosten Brasiliens und ist mehr als 3x so groß wie die Niederlande. 2018 verarbeitete der Hafen von Pecém 17 Mio. t Ladung. Der Hafen verzeichnete in den vergangenen 10 Jahren ein durchschnittliches Wachstum von 26 % jährlich. Aufgrund des (nationalen und internationalen) Wirtschaftswachstums und der damit verbundenen Marktnachfrage kann Pecém bis zum Jahr 2030 einen Umschlag von 45 Millionen Tonnen umsetzen.

Dieser Hafen wurde 2001 künstlich angelegt und besteht aus einem Pier, der von der Küste aus 2 km in den Ozean reicht. Von diesem Pier aus erstrecken sich drei kürzere seitliche Piere. Aufgrund des starken Windes und der Strömung ist der letzte Teil des Piers von einem L-förmigen Wellenbrecher umschlossen. An den Pieren befinden sich Anlegeplätze für den Umschlag von trockenem Massengut, flüssigem Massengut (wie Flüssiggas), Stückgut und Containern. Die Ladung wird über zwei Brücken auf dem Pier über die Straße und durch Rohrleitungen zum Festland transportiert.

Des Weiteren besteht der Hafen aus einem Industriegebiet, das sich noch stark in Entwicklung befindet. Es sind bereits zahlreiche Industrie- und Logistikunternehmen angesiedelt, etwa eine Stahlfabrik, Kraftwerke (Flüssiggas und Kohle), Zementfabriken und Hersteller von Windkraftanlagen.

Zudem gibt es im Hafenkomplex eine Sonderwirtschaftszone (ZPE), ein Gebiet, von dem aus steuerfreier Handel möglich ist.

Derzeitige Geschäftsaktivitäten/Ladung und Chancen

Trockenes Massengut: Außer dem bisherigen Import von Eisenerz und Steinkohle ist auch Potenzial zum Export von Getreide und Eisenerz vorhanden.
Flüssiges Massengut: Import von Flüssiggas (LNG) für die beiden LNG-Kraftwerke. Außerdem läuft derzeit noch eine Ausschreibung für den Bau eines Tankterminals für Kraftstoffe und Flüssiggas (LPG).
Stückgut: Derzeit Export von Stahlblechen, Rotorblättern für Windkraftanlagen. Ferner wird in kleinem Maßstab Granit exportiert. Es gibt Möglichkeiten zur Erweiterung des Granitexports sowie eventuell Potenzial für Roll-on/Roll-off (RoRo) in Form des Imports von Fahrzeugen.
Container: Import, Export, Kabotage (inländische Transporte durch ausländische Unternehmen) sowie Transshipment (Weitertransport) von Containern. In Containern werden in großem Umfang Obst, Getreide, Kunststoff und Industrieprodukte exportiert. Das Containeraufkommen in Verbindung mit den Industrieaktivitäten bietet Potenzial zur Kühllagerung und Lagerung sowie für Distributionszentren.

Die Rolle des Hafenbetriebs Rotterdam

Im Dezember 2018 wurde ein Aktionärsvertrag geschlossen, durch den der Hafenbetrieb Rotterdam 30 % der Aktien erhielt. Durch die Beteiligung erhält der Hafenbetrieb Rotterdam gemeinsame Weisungsbefugnis über strategische Entscheidungen und Positionen auf Direktions-, Aufsichtsrats- und Managementebene.

Durch die Teilnahme am internationalen maritimen Geschäftsleben schafft der Hafenbetrieb Rotterdam einen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mehrwert für die „BV Nederland“ und die Region Rotterdam-Rijnmond. Der Hafenbetrieb Rotterdam zielt damit darauf ab, niederländischen Unternehmen Chancen im Ausland zu bieten, aus internationalen „best practices“ zu lernen, den Ruf des Rotterdamer Maritimclusters hochzuhalten und seine internationalen Aktivitäten finanziell ertragreich zu gestalten. Der Hafenbetrieb erfüllt dabei verschiedene Rollen: als Berater, Lieferant, Hafenmanager und Investor. Bei der Beteiligung an Unternehmen wie Pecém folgt der Hafenbetrieb Rotterdam der eigenen Erklärung zur unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung (CSR-Statement).

Kontakt

Möchten Sie mehr über Ihre Geschäftsmöglichkeiten erfahren? Wenden Sie sich an:

Duna Gondim Uribe
Executive commercial director CIPP
+55 85 (9) 8439-0605
wouter-demenint
Wouter Demenint
Project leader Port of Rotterdam International
+ 31 6 8365 0079

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