Zentrum für petrochemische und bio-basierte Industrie

Eines der weltweit größten Öl- und Chemiezentren ist rund um den Hafen in Rotterdam zu finden, wo sich mehr als 45 chemische Firmen und fünf Raffinerien angesiedelt haben. Durch diese Bündelung der am Markt führenden Akteure sind in Rotterdam besonders effiziente und rentable Rahmenbedingungen entstanden. An der Maasvlakte 2 profitieren die Neueinsteiger in der Biochemie zudem von modernsten Plug & Play-Einrichtungen.

Cluster

Mit der Bündelung von verwandten Aktivitäten in sogenannten Clustern hat sich die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit in diesen Bereichen im Rotterdamer Hafen beachtlich erhöht. Viele Unternehmen in petrochemischen und biobasierten Clustern sind kontinuierlich bemüht, neue Arten von Synergien zu erzielen. So liefern viele Unternehmen Rohstoffe und Zwischenprodukte an ihre Nachbarn. Restprodukte und Abfallströme des einen Unternehmens werden von anderen Unternehmen als Rohstoffe verwendet. Derartige Synergien liefern sehr effiziente und rentable Rahmenbedingungen für alle Rotterdamer Chemieunternehmen. Darüber hinaus bildet der Hafen in Rotterdam gemeinsam mit der chemischen Industrie in den Niederlanden, Belgien und Deutschland ein ARRA-Cluster (Antwerp-Rotterdam-Rhine-Ruhr-Area). Dieses länderübergreifende Cluster deckt rund 40 Prozent der chemischen Produktion in der Europäischen Union ab.

Brennstoff-Hub

Der Hafen von Rotterdam ist einer der drei größten Brennstoff-Hubs der Welt. Ein Benchmark-Pricing-Ort, an dem im großen Stil die Produktion, die Lagerung und der Handel von Öl und Ölprodukten stattfinden. Rohöl macht fast ein Viertel des Gesamtumschlags in Rotterdam aus. Mit den fünf Raffinerien im Hafengebiet und den fünf zusätzlichen im Hinterland bildet Rotterdam ein leistungsstarkes Cluster.

Bioport

Im Hafen von Rotterdam hat sich das weltweit größte Industriecluster für erneuerbare Energien etabliert. Hier werden Biobrennstoffe, Bioenergie und Biochemikalien produziert. Der Rotterdamer Hafen baut dank der zunehmenden Nachfrage nach biobasierten Produkten und den dazugehörigen Güterströmen diese Vorreiterrolle intensiv aus. Auf der Maasvlakte 2 wurde ein 80 Hektar großes Gebiet für die Niederlassung von biobasierten Unternehmen reserviert. Dieses Gebiet verfügt über das einzigartige Plug & Play-Konzept, das für spezialisierte Anbieter die benötigte industrielle Infrastruktur zur Verfügung stellt. Auf diese Weise müssen neue Kunden keine kostenintensiven Investitionen tätigen wie beispielsweise Tanklagerung, Energienetzwerke und Abwasseranlagen. Unternehmen können ungefähr 20 Prozent der Investitionskosten sparen und sich direkt auf ihre biobasierten Geschäftstätigkeiten konzentrieren. Darüber hinaus profitieren neue Akteure am Markt von dem bestehenden petrochemischen Cluster.

Nachhaltigkeit durch CO2-Abscheidung und Wiederverwendung von Wärme

Rotterdam hat sich das Ziel gesetzt, der nachhaltigste Hafen der Welt zu sein. Dazu tragen Maßnahmen wie die Energiegewinnung mit Windturbinen, Solarmodule und die Mitverbrennung von Biomassebrennstoff in Kohlekraftwerken erfolgreich bei. Zusätzlich hat der Hafen von Rotterdam gemeinsam mit einer Reihe von Partnern die Deltaplan Energie-Infrastruktur entwickelt. Im Rahmen dieses Projekts wird die durch die Industrie erzeugte Restwärme im Fernwärmenetz genutzt. Zudem wird der CO2-Ausstoß der Industrieprozesse für die Nutzung in Gewächshäusern aufgefangen und eingesetzt. Diese Schritte tragen in hohem Maße dazu bei, dass der CO2-Ausstoß in Rotterdam reduziert werden kann. Für das Projekt „Carbon Capture and Storage“ (CO2-Abscheidung und -Speicherung, CSS) werden umfassende Maßnahmen für die Einlagerung von CO2 in leeren Erdgasfeldern unter der Nordsee getroffen. Für die Erreichung des Ziels, 2025 50 Prozent weniger CO2 (im Vergleich zu 1990) auszustoßen, spielen somit diese beiden Nachhaltigkeitsprojekte eine wichtige Rolle.

Energie-Infrastruktur

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