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8-9 % Treibstoffeinsparungen bei Just-In-Time Ankunftstest

Ein weiterer Desktop-Test im „Just-in-Time“-(JIT) Schiffsbetrieb hat zu positiven Ergebnissen geführt und gezeigt, dass die Emissionen deutlich reduziert werden können. JIT-Abläufe haben das Potenzial, die Zeit zu verkürzen, welche Schiffe außerhalb der Häfen stillliegen, und tragen dazu bei, schädliche Emissionen zu senken. Dies kann erreicht werden, indem einem Schiff im Voraus die relevanten Informationen über die gewünschte Ankunftszeit mitgeteilt werden, so dass es die optimale Geschwindigkeit einstellen kann.

Der Test wurde von Vertretern des Hafenbetriebs Rotterdam, den Reedereien Maersk und MSC sowie IMO durchgeführt. Für die Berechnungen wurden 26 Schiffe analysiert, die ein bestimmtes Terminal im Rotterdamer Hafen angelaufen haben (Daten von einem Monat). Die 26 Schiffe erhielten ein Update darüber, wann sie an der Testanlegestelle Pilot Boarding Place) ankommen sollten: Das eine Szenario gab 24 Stunden bis zur Ankunft an der Testanlegestelle vor und das andere 12 Stunden, wobei anschließend die Geschwindigkeit optimiert wurde.

Vergleicht man den tatsächlichen Fall mit den beiden JIT-Szenarien, so verbrauchen die 26 Schiffe im Durchschnitt 9 % weniger Treibstoff in dem JIT-Szenario, wo die Geschwindigkeit in den letzten 12 Stunden optimiert wurde. Die Optimierung der Geschwindigkeit in den letzten 24 Stunden der Fahrt führte, über die letzten 24 Stunden gerechnet, zu durchschnittlichen Treibstoffeinsparungen von 8 %. Diese Ergebnisse zeigen die beträchtlichen Treibstoff- und Emissionseinsparungen, die anhand von JIT erreicht werden können, selbst wenn ein relativ moderner Hafen von relativ effizient betriebenen Schiffen angelaufen wird.

Im August 2020 veröffentlichte die IMO den „Just In Time Arrival Guide", der sowohl dem Hafen- als auch dem Schifffahrtssektor eine praktische Anleitung zur Unterstützung von Just In Time-Ankünften geben soll. Die erfolgreiche Umsetzung von JIT-Ankünften ist weithin als Mittel zur Steigerung der Hafeneffizienz und zur Optimierung der Hafenanlaufzeiten anerkannt und kann durch die Reduzierung von Treibhausgasemissionen erhebliche positive Auswirkungen auf die Umwelt haben. Das Konzept basiert darauf, dass das Schiff eine optimale Betriebsgeschwindigkeit beibehält, um an der Testanlegestelle anzukommen, wenn die Verfügbarkeit gewährleistet ist.

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