Pressemitteilung

Anstieg der Hafengebühren in Rotterdam erneut geringer als Inflation

Die Gebühren für Seeschiffe, die in Rotterdam anlegen, erhöhen sich nächstes Jahr um 0,3 %, also um die Hälfte des Inflationsprozentsatzes des vergangenen Jahres. Dies entspricht der vor zwei Jahren von Deltalinqs, VRC, VNPI und dem Hafenbetrieb getroffenen dreijährigen Vereinbarung über die Entwicklung der Hafengebühren. Die Parteien vereinbarten, die Gebühren über einen Zeitraum von drei Jahren um die Hälfte des Inflationsprozentsatzes geringfügig zu erhöhen, mit einem Höchstwert von 1 % jährlich. Außerdem führt der Hafenbetrieb weiterhin einige gezielte Maßnahmen durch, um spezifische Segmente wie die Umladung von Containern zu fördern.

Seehafengebühren

Im Containersektor setzt der Hafenbetrieb auf eine Zunahme der Anzahl der Transshipment-Container (zur Umladung bestimmte Container). Diese werden nach ihrer Ankunft per Seeschiff direkt über das Meer zu einem anderen europäischen Hafen weiterbefördert. Die Hafengebühr für einen solchen Container liegt durchschnittlich bei ca. € 8,-. Die derzeitige Ermäßigung von € 3,75 wird 2017 auf € 5,00 je Deepsea-Container erhöht. Für Feeder-Container wird die bereits bestehende Transshipment-Ermäßigung von € 2,50 je Container im nächsten Jahr beibehalten. Der Hafenbetrieb möchte so den Markt dazu anregen, erheblich mehr Transshipment-Ladung über Rotterdam zu verschiffen. Dabei wird der zusätzliche Anreiz für Containerschiffe, Rotterdam bei jeder Ankunft in Europa zweimal anzulaufen, beibehalten. Bei einem solchen zweiten Besuch von Deepsea-Containerschiffen (die interkontinental unterwegs sind) beträgt die Gebühr 25 % der normalen Gebühr. Dies ist ein Anreiz dafür, dass die allergrößten, schwer beladenen Containerschiffe bei ihrer Ankunft in Nordwesteuropa erst Rotterdam anlaufen, um einen Teil ihrer Ladung zu löschen, dann einige andere Häfen anfahren und vor ihrer Rückkehr (oft) nach Asien nochmals nach Rotterdam kommen, so dass sie Europa mit einer optimalen Beladung verlassen können.

Gemäß der vor zwei Jahren mit der mit VNPI getroffenen Vereinbarung liegt die Gebühr für Tanker mit Rohöl auch 2017 1,5 % unter der „allgemeinen“ Änderung der Seehafengebühren. Dies bedeutet, dass die Gebühr 2017 um 1,2 % sinkt. 2017 ist das dritte Jahr in Folge, dass die Gebühr für Rohölschiffe sinkt.

Die bestehende Ermäßigung für saubere Schiffe im Sinne des Environmental Ship Index (ESI) wird es weiterhin geben. Schiffe, die im Index 31 Punkte erzielen, erhalten einen Nachlass von 10 % auf den Schiffsanteil der Hafengebühren. Diese Ermäßigung wird verdoppelt, wenn Schiffe verhältnismäßig wenig Stickstoff ausstoßen. Hierfür muss ein Schiff laut ESI hinsichtlich des Aspekts NOx-Ausstoß mindestens 31 Punkte erzielen.

Binnenhafengebühren

In Bezug auf 2017 wurde vereinbart, dass die Gebühren in der Binnenschifffahrt um die Hälfte des Inflationsprozentsatzes erhöht werden, ebenso wie die Seehafengebühren. Dies bedeutet, dass die Binnenhafengebühren 2017 um 0,3 % angehoben werden.

Choose your language

The page is not available in chosen language.

Go to the front page

Do you prefer to visit our Asia subsite?