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bayrolo zeigt, was im Container steckt!

Gläserner Container faszinierte Nürnbergs Bürger auf dem Jakobsplatz

In einen Container hineinschauen – normalerweise unmöglich, die „Kisten“ sind für Nichteingeweihte immer zu. bayrolo - die gemeinsame Initiative von bayernhafen Gruppe und Hafen Rotterdam, um mehr Verkehre auf Schiene und Schiff zu verlagern – machte einen Container jetzt im wahrsten Sinne des Wortes durchsichtig und stellte ihn öffentlich in Nürnberg aus. Premiere hatte der gläserne Container bereits beim Hafenfest im bayernhafen Nürnberg am 18. September, jetzt stand er vier Tage lang, vom 2. bis 5. November, mitten in der Nürnberger Fußgängerzone auf dem Jakobsplatz.

„Eine Kiste voller Möglichkeiten“

Blickfang war dabei natürlich nicht nur der gläserne Container, sondern vor allem, was drin war: bayerische Produkte von Schwan Stabilo, Playmobil, Schmidt Lebkuchen und Fackelmann. Alles exportstarke Unternehmen aus der Metropolregion Nürnberg. Immer wieder wurden Passanten aufmerksam, freuten sich an den beiden Playmobil-Großfiguren Kapitän und Pirat, dem Riesen-Lebkuchen von Schmidt Lebkuchen, dem Megastift von Stabilo und den bunten Grillzangen von Fackelmann.

„Nürnbergs Bürgerinnen und Bürger wollten genau wissen, was es mit dem gläsernen Container auf sich hat“, sagt Ingrid Rossmeier, Repräsentantin des Hafen Rotterdam für Süddeutschland, „die Produkte waren Gesprächsstoff und vor allem die Bedeutung des Containers für die Import- und Export-Aktivitäten bayerischer Unternehmen. Ich habe viele Fragen beantworten können, von großen wie von kleinen Besuchern. Viele waren überrascht zu hören, dass es den Container in Deutschland erst 50 Jahre lang gibt. Wie haben die denn früher Waren transportiert? war eine der häufigsten Fragen.“

Vor 50 Jahren kam der erste Container in Europa an.

Wer konnte damals schon ahnen, welchen enormen Einfluss die stählerne Kiste auf die Weltwirtschaft haben würde? Im Laufe der Jahre wurde alle Infrastruktur auf den Container abgestimmt: See- und Binnenschiffe, Lkw, Kräne und Züge. Das in Containern transportierte Gütervolumen ist in den vergangenen Jahrzehnten enorm gewachsen. Auch viele bayerische Unternehmen im- und exportieren ihre Rohstoffe, Halbfabrikate und Fertigprodukte in Containern. Mit dem gläsernen Container stellen der Hafenbetrieb Rotterdam und die bayernhafen Gruppe die Produkte dieser Unternehmen in den Vordergrund. Darüber hinaus symbolisiert der gläserne Container das bayrolo-Ziel, mehr Transparenz innerhalb der Logistikkette herzustellen.

bayrolo – ein länderübergreifendes Gemeinschaftsprojekt, initiiert von Hafen Rotterdam und bayernhafen Gruppe

Dass Rotterdam der größte Hafen Europas ist, wissen bayerische Verlader, Speditionen und Reedereien. Doch vergleichsweise wenige nutzen bisher den Hafen Rotterdam als Teil ihrer Transportkette. bayrolo verfolgt das Ziel, hier ein Umdenken herbeizuführen und die Relation Bayern-Rotterdam als wettbewerbsfähige Alternative ins Bewusstsein bayerischer Verlader, Speditionen und Reedereien zu bringen - insbesondere im Kombinierten Verkehr auf der Schiene und Wasserstraße, aber auch für Massengut-Verkehre per Binnenschiff.

bayrolo ist damit ein weiterer Beitrag dazu, noch mehr Langstreckenverkehre von der Straße auf Schiene und Wasserstraße zu verlagern.

bayrolo ist ein länderübergreifendes Gemeinschaftsprojekt, initiiert von Hafen Rotterdam und bayernhafen Gruppe sowie begleitet vom Niederländischen Ministerium für Infrastruktur und Umwelt und dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr.

bayrolo versteht sich als interdisziplinäre Ideen- und Maßnahmen-Plattform, offen für Operateure, Infrastrukturanbieter, Umschlagterminals und Verbände. bayrolo startete im Juni 2014 mit einer wissenschaftlich begleiteten Studie. In deren Rahmen wurde die Supply Chain auf der Relation Bayern-Rotterdam analysiert, und es wurden über 70 bayerische Verlader, Speditionen und Reedereien in Einzelinterviews zu ihrem Nutzungsverhalten und ihrem Meinungsbild bezüglich der Relation Bayern-Rotterdam befragt. Das Ergebnis wurde im Oktober 2015 präsentiert. Haupterkenntnis: Bayerische Verlader, Speditionen und Reedereien sind offen für die Relation Bayern-Rotterdam, wünschen sich aber noch mehr Informationen zu dieser Relation.

Containerverkehre auf der Relation zwischen Bayern und Rotterdam

Seit März 2012 verkehrt ein regelmäßiger Containerzug zwischen bayernhafen Nürnberg und Hafen Rotterdam, betrieben von EGS und TX Logistik. Auch München und Burghausen sind von und nach Rotterdam per Intermodalzug angebunden. Ziele wie Regensburg und Ulm sind in Planung. Im Oktober 2016 wurden zudem erstmals Container per Binnenschiff von Rotterdam nach Nürnberg transportiert.

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