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BSC bietet Vorteile für alle Parteien

Kleine Call Sizes bündeln und damit Kosten sparen. Das ist die Idee, die sich hinter dem Barge Service Center verbirgt. Seit August fungiert das Rotterdamer Containerterminal der Kramer Group auf der Maasvlakte als Ausweichstelle für Binnenschiffe, die Ladung von kleinem Umfang verladen müssen. Hierdurch kann die Produktivität an den Tiefseeterminals gesteigert werden und Binnenschiffe brauchen nicht mehr an den verschiedenen Terminals anzulegen. Außerdem wird der Transportweg der Container verkürzt.

Bereits seit mehr als fünf Jahren beschäftigt sich André Kramer, CEO von Kramer Group, mit der Idee der Gründung eines Barge Service Centers am Rotterdamer Containerterminal (RCT). Am BSC können Binnenschiffe Ladungen kleineren Umfangs löschen. Anschließend können die Exportcontainer auf dem Straßenweg zu den verschiedenen Tiefseeterminals gebracht werden. Seit August letzten Jahres werden am RCT die entsprechenden Calls für das ECT abgefertigt. Das Barge Service Center ist damit Realität geworden. „In den letzten Monaten haben wir ca. 60.000 bis 70.000 Container für das ECT verladen“, erklärt Kramer.

„Mit der Eröffnung des Terminals von APM Terminals auf der Maasvlakte 2 und mit der anstehenden Eröffnung des RWG-Terminals verfügt der Hafen von Rotterdam in Kürze über fünf Tiefseeterminals auf der Maasvlakte. Für Binnenschiffe bedeutet dies, dass sie an stets mehr Terminals anlegen müssen, um Container zu laden und zu löschen. Das Hin- und Herfahren zwischen den Terminals macht den Aufenthalt von Binnenschiffen im Hafen von Rotterdam unnötig lang, vor allem dann, wenn die Calls nicht optimal aufeinander abgestimmt sind. Dies bringt Zeit- und Geldverluste für die Betreiber von Binnenschiffen mit sich.

Darüber hinaus kommt es stets häufiger vor, dass Schiffe an Terminals nur eine kleine Anzahl an Containern verladen müssen. Die Zeit, die Binnenschiffe für das Anlegen am Kai benötigen, um nur Dutzende Container zu löschen, trägt nicht zu einem effizienten Ablauf bei. Die Kais und die Infrastruktur des Terminalbetreibers können nicht optimal genutzt werden, was sich negativ auf die Produktivität auswirkt und höhere Kosten pro Container mit sich bringt.

Sowohl die Betreiber von Binnenschiffen als auch die Terminals profitieren davon, dass kleine Call Sizes an einer zentralen Stelle im Hafen gebündelt werden. Wir haben den Vorteil, dass wir ein neutraler Partner sind. Wir konkurrieren nicht mit der Binnenschifffahrt oder mit den Tiefseeterminals. Außerdem ist das RCT äußerst günstig gelegen und verfügt bereits über die erforderliche Infrastruktur.
Die Tatsache, dass alle drei Tiefseeterminalbetreiber die Vorteile eines Barge Service Center erkennen, bestätigt meine Vermutung, dass das BSC ein Erfolg werden wird. Derzeit bestimmt der Terminalbetreiber noch, welche Binnenschiffe bei uns löschen können. Ich glaube jedoch, dass es in Zukunft ein Standardverfahren geben wird, nach dem kleine Call Sizes bei uns gelöscht werden. Von der zunehmenden Effizienz wird letztendlich der gesamte Rotterdamer Hafen profitieren.“

Andre Kramer

CEO - Kramer Group

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