Containerschiffe bunkern mehr in Rotterdam

25 Januar 2021
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Die Bunkerlieferungen sind im Jahr 2020 auf mehr als 9,6 Millionen Kubikmeter gestiegen. 2019 waren es noch gut 9 Millionen Kubikmeter. Der Rotterdamer Hafen ist der bei weitem größte Bunkerhafen Europas.

LNG Containerschiff Palais Royal
Foto: Kees Torn

Das Bunkern ist eine der wichtigsten maritimen Dienstleistungen/Services für die beinahe 30.000 Seeschiffe, die unseren Hafen jedes Jahr anlaufen. Die Steigerung bei den Bunkermengen wurde unter anderem durch die zusätzliche Nachfrage von Containerschiffen nach Schifffahrtsbrennstoffen verursacht. Höhere Durchschnittsfahrgeschwindigkeiten - aufgrund von Verzögerungen in den Containerloops, in Kombination mit höheren Auslastungsgraden - machten einen zusätzlichen Schiffsbrennstoffverbrauch erforderlich.

Mit 7,5 Millionen Kubikmetern ist Schweröl die führende Produktart bei den Rotterdamer Bunkerlieferungen. Durch die Einführung von IMO2020, mit weltweit geltenden strengeren Schwefelnormen für Seeschiffe, bestehen inzwischen 55 % des gelieferten Schweröls aus VLSFO (very low sulphur fuel oil)-Bunkerprodukten mit einem Schwefelprozentsatz von höchstens 0,5 %. Destillate (MGO - bzw.: Gasöl - und MDO - bzw.: Dieselkraftstoff) belaufen sich auf beinahe 1,9 Millionen Kubikmeter.

LNG (Flüssiggas) Gemeingut

LNG (Flüssiggas) verzeichnete eine starke Entwicklung und kommt auf gut 0,2 Millionen Kubikmeter, was eine Steigerung von 170 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Die ersten Wasserfahrzeuge der neuen Serie mit LNG (Flüssiggas) betriebenen 23.000 TEU Containerschiffen von CMA CGM wurden in Betrieb genommen und bunkern in Rotterdam. Im vergangenen Jahr haben ebenfalls Kreuzfahrtschiffe damit begonnen, in Rotterdam LNG (Flüssiggas) zu bunkern. Aufgrund sich wöchentlich wiederholender Operationen ist das Bunkern von LNG (Flüssiggas) im Hafen inzwischen zum Allgemeingut geworden. Ungefähr zehn LNG-Bunkerschiffe verfügen über eine Genehmigung, in Rotterdam LNG (Flüssiggas) bunkern zu dürfen.

Bunkergenehmigung

Rotterdam möchte nicht nur ein großer, sondern vor allem ein sehr zuverlässiger Bunkerhafen sein. Daher führt der Hafenbetrieb Rotterdam, unter anderem auf die Initiative des Bunkermarktes sowie im Namen der Stadt Rotterdam, zum 1. Februar dieses Jahres die „Transportunternehmer-Bunkergenehmigung“ ein. Inzwischen wurden Unternehmen, die gemeinsam 143 Bunkerschiffe vertreten, 24 Genehmigungen erteilt.