Insight

Das gemeinsame ‚greener supply chain‘-Ziel von UASC und Hafenbetrieb Rotterdam

Quelle: Hafenbetrieb Rotterdam

Die arabische Reederei UASC (United Arab Shipping Company) ist auf dem Schifffahrtssektor als Pionier in puncto Nachhaltigkeit aktiv. UASC hat daher unter anderem weltweit die erste Serie, für den LNG-Betrieb geeignete Megacontainerschiffe in Betrieb genommen. Die Nachhaltigkeitsinitiativen seitens UASC und die diesbezüglichen Ambitionen seitens des Rotterdamer Hafens ergänzen einander somit gut.

Die neuen Schiffe von UASC verbuchen bei der Nachhaltigkeit vor allem durch die Nutzung von Flüssiggas, dem sogenannten LNG, einen großen Fortschritt bei der Nachhaltigkeit. Schiffe, die mit diesem Treibstoff fahren, haben einen geringeren Ausstoß an CO2 und Feinstaub und den zusätzlichen Vorteil, dass mit LNG betriebene Motoren weniger Lärm verursachen und weniger Wartung erfordern. Im Rotterdamer Hafen hat die Nutzung von LNG in den vergangenen Jahren ein hohes Maß an Stimulierung erfahren. Der Hafen ist inzwischen einer der europäischen Vorreiter bei der Unterstützung des LNG-Einsatzes, unter anderem dank des Gate-Terminals und der Anpassung der Gesetze und Vorschriften rundum das Bunkern von LNG. Nach Aussage von Marc van Haaren, kaufmännischer Leiter bei UASC, hat dies bei der Entscheidung der Reederei in Bezug auf feste Routen von und nach Rotterdam auch sicher eine Rolle gespielt. „Zusätzlich zum freien Zugang unserer ULCC zu den hypermodernen Terminals auf der Maasvlakte 2 ist LNG für uns wichtig. Auf diesem Gebiet spielt Rotterdam eine Vorreiterrolle. Und das gelingt dem Hafen gut. Es bleibt jedoch weiterhin wichtig, dass sich auch der Hafenbetrieb aktiv dafür einsetzt, dass andere Häfen in der Welt bei der Nutzung von LNG mitziehen.‘‘

Innovative Schiffe
Dank kontinuierlicher Verbesserungen am Design sind die Schiffe von UASC in den vergangenen Jahren sowieso in ihrem Treibstoffverbrauch effizienter geworden. Spezielle Beschichtungen der Schiffsaußenseite sorgen für einen geringeren Widerstand, und durch die Formoptimierung der neuen Schiffe müssen die Motoren eine geringere Leistung zur Erreichung der gleichen Geschwindigkeit wie zuvor erbringen. Zudem fängt ein Spezialsystem die von den Motoren freigesetzte Restwärme auf, sodass damit der elektrische Schiffsgenerator betrieben werden kann. Die Entwicklungen verlaufen im Eiltempo: So fällt der CO2-Ausstoß der größten UASC-Schiffe, mit einer Ladekapazität von 18.000 TEU, im Vergleich zu den vor drei Jahren gelieferten Schiffen bis zu 60 % geringer aus.

Beteiligte Kunden
Abgesehen vom Unternehmen selbst halten auch die Kunden von UASC diese nachhaltigen Initiativen für wichtig. „Viele Kunden fragen uns: Was tun Sie dafür, nachhaltiger tätig zu sein?“ erzählt Van Haaren. „Nun - unter anderem setzen wir sauberere Motoren ein, und wir bereiten unsere Schiffe vollständig auf den LNG-Betrieb vor. Es ist somit sicher nicht genug, nur ein grünes Schild vorweisen zu können. Die Kunden wollen echt sehen und hören, an welchen konkreten nachhaltigen Maßnahmen UASC arbeitet.“

Büro ohne Papier
Auf den Meeren und in den Häfen gibt es viel Arbeit in puncto Nachhaltigkeit, aber damit gibt sich die Reederei nicht zufrieden. UASC sorgt für weniger Abholzung, indem unter anderem die Containerböden aus Bambus anstelle von Triplex hergestellt werden und auch im Büro mit dem Arbeitsmaterial bewusst umgegangen wird. „Hier in Rotterdam haben wir ein Büro ohne Papier. Wir verfügen alle über zwei Bildschirme, und damit kann man gut arbeiten. So versucht jeder im Unternehmen, seinen Beitrag zu leisten.“

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