CORONAVIRUS

Deepsea-Reedereien: Blank Sailings (leere Fahrpläne) mit Auswirkung für den Rotterdamer Hafen

Eine dritte Welle, die Blank Sailings mit sich bringt, ist von den Reederei-Allianzen 2M, OCEAN Alliance und THE Alliance angekündigt worden. Der Kapazitätsrückgang, vor allem des Handels zwischen Fernost und Europa, variiert zwischen 20 und 37 %, dies in Abhängigkeit von dem Zusammenschluss. Zudem sorgen Lockdowns ebenfalls für Auswirkungen auf den Deepsea-Handel von und nach Südafrika und Indien/Pakistan. Eine aktuelle Übersicht von eingetragenen Blank Sailings findet sich unter www.ocean-insights.com.

Euromax terminal

Die auf Blank Sailings und Lockdowns zurückzuführenden Auswirkungen offenbaren sich im Rotterdamer Hafen mit einer Verzögerung von ungefähr drei Wochen. Hierdurch ist der Effekt der verhängten Maßnahmen im Monat April begrenzt. Vorerst wird auf der Grundlage der aktuellen Übersicht der Blank Sailings für die Monate Mai und Juni von einem 25-prozentigen Rückgang des Deepsea-Volumens in Rotterdam im Vergleich zu 2019 ausgegangen. Der Rückgang nach diesem Zeitraum wird vom Verlauf der Coronakrise abhängen.

Für Importcontainer, deren Lagerzeiträume aufgrund von Geschäfts- und Fabrikschließungen verlängert wurden, wird Platz in Terminals und Depots sowohl in Rotterdam als auch im Hinterland gefunden.

Shortsea

Viele Shortsea-Reedereien verzeichneten in den vergangenen Wochen einen leichten Volumen-Rückgang. Viele Geschäfte sind geschlossen, doch Aufträge, die bereits erteilt waren, wurden noch wie gewohnt verschifft und in Richtung Lager transportiert. Diese Aufträge werden langsam jedoch auch immer weniger. Daher wird in Kürze ein großer Volumenrückgang erwartet. Die Abfertigung von Schiffen von Shortsea-Reedereien verläuft in Rotterdam noch immer ganz normal. Die Flotte der Shortsea-Reedereien setzt sich häufig zu einem Großteil aus Charter-Schiffen zusammen. Hierdurch sind die Reedereien in Bezug auf die Rücklieferung flexibel, wenn das erforderlich sein sollte.

Coronavirus und Hafen von Rotterdam

Trotz der einschneidenden gesellschaftlichen Folgen des Ausbruchs des Corona-Virus (COVID-19) bleibt der Rotterdamer Hafen in Betrieb. Der Güterumschlag und die Produktion von Gütern werden unvermindert fortgesetzt. Die Hafenmeister-Abteilung sorgt 24/7 für Sicherheit und Ordnung auf dem Wasser. Der Hafenbetrieb Rotterdam verfolgt die Empfehlungen der nationalen Behörden im Bereich der Gesundheit und Sicherheit und hat Maßnahmen zur Gewährleistung der Kontinuität der Betriebsführung getroffen.

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