Die neue Liniendienst stärkt das wachsende Breakbulk-Segment in Rotterdam

24 März 2020
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Im Gegensatz zu den Rotterdam umgebenden Seehäfen befindet sich das Stückgut hier im Aufwärtstrend. Im Bereich des kombinierten Umschlags von Schwerladung, Projektladung, Stahl, Forstbauprodukten, Automotive und von Nichteisenmetallen konnte eine erfreuliche Steigerung von 2,9 Prozent in 2019 notiert werden. Auch der Umschlag über Roll On- / Roll-off-Schiffe verzeichnete ein leichtes Plus. 'Wir streben an, mit Rotterdam DIE Stückgut (Breakbulk)-Drehscheibe Europas zu werden', äußert sich Emile Hoogsteden, Geschäftsführer für Container, Stückgut (Breakbulk) und Logistik beim Hafenbetrieb Rotterdam.

Stückgutfrachter ML RORO im Hafen von Rotterdam

Das Wachstum beim Umschlag von Stückgut, ohne Ro-Ro, wurde durch den Import von zusätzlichen Ladungspaketen realisiert. Es handelt sich um eine Zunahme um 187.000 Tonnen auf 6,55 Millionen Tonnen. Der Export blieb auf einem beinahe unveränderten Niveau.

Neue Liniendienst

Auch auf dem Gebiet von Ro-Ro war ein Plus zu verzeichnen, das letzten Endes zu einer Gesamtmenge von 24,25 Millionen Tonnen führte. Dies gilt für den Roll On-/Roll-Off-Transport - und zwar nicht nur für die Routen zum Vereinigten Königreich. So hat die englische Reederei Mann Lines in diesem Jahr Rotterdam als Anlaufhafen in ihre Nordwesteuropa-Route aufgenommen. Alle neun Tage läuft die MS Freyja den Broekman Distriport im Botlek an. Damit ist dies die erste Ro-Ro-Verbindung, die mit Turku und Paldiski (Finland) zustande kommt, wodurch sich neue Möglichkeiten für den Im- und Export eröffnen.

ML RORO Freyja im Hafen von Rotterdam

'Mit Mann Lines heißen wir wiederum einen neuen Liniendienst willkommen, der den Rotterdamer Hafen mit anderen Regionen verbindet', erläutert Twan Romeijn, Business Manager Stückgut (Breakbulk) und Offshore-Industrie beim Hafenbetrieb Rotterdam. 'Reedereien zu gewinnen stellt eines der wichtigsten Aktionsfelder unserer Strategie dar, damit noch mehr Breakbulk-Ladung an den Rotterdamer Hafen gebunden werden kann. Wegen der Konzentration sowohl auf Ro-Ro als auch auf sonstiges Stückgut ist Mann Lines in diesem Zusammenhang das ideale Puzzlestück. So wird ein positiver Beitrag zum breiten Breakbulk-Cluster geliefert.'

Busse und Yachten

Der Roll-on-/Roll-off-Carrier ML Freyja hat eine Länge von 191,4 Metern. Wegen des sieben Meter hohen Hauptdecks eignet sich das Schiff für vielerlei Arten an Stückgut, die von LKW und Aufliegern, über Projektladung, Tankcontainer, Traktoren, Busse bis hin zu Yachten reichen. Die Route, die das Schiff zurücklegt, beginnt in Turku und führt von Finnland aus nach Bremerhaven und Harwich, bevor Rotterdam angelaufen wird.

ms ML Freyja am Kaiterminal

Danach setzt das Schiff seine Reise nach Cuxhaven und Paldiski in Estland fort, wonach die Rundreise wieder in Turku endet. Über Paldiski wird der Schienen- und Straßentransport nach Zentralasien (Kasachstan, Turkmenistan, Usbekistan und der Mongolei) mit sowohl Containern, Ro-Ro als auch Projektladung durchgeführt.