Energiewende

Energieministerium in Chile und Hafenbetrieb Rotterdam unterzeichnen Absichtserklärung zu grünem Wasserstoff

19 März 2021
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Minister Juan Carlos Jobet, chilenisches Energieministerium, und Allard Castelein, CEO des größten europäischen Hafens, unterzeichneten per Videokonferenz eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding - MOU) über grünen Wasserstoff. Dies ist das erste Abkommen über Wasserstoff als Kraftstoff und Rohstoff, die das Energieministerium mit einem europäischen Hafen unterzeichnet hat. Das Abkommen wird sowohl in den Niederlanden als auch in Chile als national relevant angesehen. Bei der Unterzeichnung anwesend waren der Ministerialrat der chilenischen Botschaft in den Niederlanden, Herr Moscoso Valenzuela und der Botschafter der Niederlande in Chile, Herr Harman Idema.

Absichtserklärung Port of Rotterdam und Chile
Chiles Energieminister Juan Carlos Jobet und Allard Castelein, der CEO von Europas größtem Hafen, unterzeichneten per Videoschaltung eine Absichtserklärung für grünen Wasserstoff.

Europa arbeitet derzeit an einem breit angelegten Green-Deal-Programm, um seinen Energieverbrauch und seine Energiebeschaffung in Richtung Nullemission zu bewegen.

Der Minister betonte, dass „diese Absichtserklärung ein wichtiger Schritt ist, da der Rotterdamer Hafen ein Energie-Gateway-Hafen für Europa ist, da etwa 13 % der in Europa verbrauchten Energie über Rotterdam den Kontinent erreicht.“

Der Hafen erfährt eine Transformation, um dem Übergang von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien und seiner Position als Wasserstoffdrehscheibe für Nordwesteuropa Rechnung zu tragen. Derzeit bereitet der Hafen seine Infrastruktur und sein Vertriebsnetz darauf vor, Wasserstoff per Schiff aus allen Teilen der Welt zu empfangen und die Versorgung der europäischen Nachbarländer mit Wasserstoff zu sichern. Der Rotterdamer Hafen sieht in Chile mit seinen guten Bedingungen für erneuerbare Energien und seiner klaren Wasserstoff-Vision und -Strategie sowie seinem hohen technologischen Niveau und seiner gut entwickelten Wirtschaft ein sehr wichtiges Land für eine Partnerschaft auf dem Gebiet des Wasserstoffs.

Der Minister betonte, dass das Ziel der Absichtserklärung Teil eines Plans ist, der gewährleisten soll, dass die Länder zusammenarbeiten, um das internationale Angebot und die internationale Nachfrage nach Wasserstoff aufeinander abzustimmen. Ziel ist die Zusammenarbeit bei Aktionen und Initiativen zur Förderung des Einsatzes von Wasserstoff, die gemeinsame Nutzung von Informationen, Wissen, bewährten Verfahren und Erfahrungen; ferner geht es um formelle Diskussionen und die Zusammenarbeit bei Projekten von gegenseitigem Interesse und Nutzen.

„In Chile haben wir enorme komparative Vorteile bei der Produktion von grünem Wasserstoff, und das sprechen wir in unserer nationalen Strategie an. Wir wollen bis 2030 den preiswertesten grünen Wasserstoff der Welt produzieren und bis 2040 zu den drei größten Exporteuren gehören“, erklärte Jobet.

Der Rotterdamer Hafen mit seinem großen Industriegebiet, seinen tiefen Gewässern und seiner Hafeneffizienz sowie seinem ausgezeichneten Vertriebsnetz zur Anbindung an die großen europäischen Industriegebiete ist eine wichtige Wasserstoff-Drehscheibe für den globalen Wasserstoffhandel und den Vertrieb in die Bedarfsgebiete.

Allard Castelein, CEO des größten europäischen Hafens, sagt dazu: „Wir haben uns dem Pariser Klimaabkommen verpflichtet und arbeiten schon seit einigen Jahren an der Energiewende in unserem Hafen. Es sind Kooperationen wie diese, mit einem Land wie Chile, die es uns ermöglichen, wichtige Schritte in Richtung der Umsetzung unserer Ambitionen als Wasserstoff-Drehscheibe für Nordwesteuropa zu unternehmen. Die wirtschaftliche und ökologische Bedeutung der Eröffnung dieses Handelsweges ist bedeutend, da wir davon überzeugt sind, dass Wasserstoff für die Erfüllung der Klimaziele wichtig sein wird und sowohl für das produzierende als auch für das empfangende Land von Vorteil sein wird."