Pressemitteilung

Fünf Jahre Environmental Ship Index (ESI)

Quelle: Hafenbetrieb Rotterdam

Am 4. Dezember präsentiert die IAPH die Ergebnisse von fünf Jahren ESI in Paris. Dies geschieht auf einer Sitzung, die mit COP21 verbunden ist, dem Klimagipfel der Vereinten Nationen. “Wir sind sehr stolz auf das, was wir in fünf Jahren erreicht haben - mit Häfen auf der ganzen Welt”, so Fer van de Laar. Er war im Auftrag der IAPH – einer Interessenorganisation von über 200 Häfen weltweit - in den vergangenen fünf Jahren eingehend am Index beteiligt. “Für Häfen ist der ESI ein einfaches, jedoch starkes Instrument zur Unterstützung von Schiffseigentümern, die eine Vorreiterstellung einnehmen, bessere Leistungen erzielen als gesetzlich vorgeschrieben und dadurch einen Beitrag zu einer besseren Umwelt und einer ‚Licence to operate‘ für den Hafen leisten.”

Umweltleistung
Das ESI-Zertifikat wird seit dem 1. Januar 2011 auf Antrag des Schiffes von der World Port Climate Initiative (siehe www.environmentalshipindex.org) der International Association for Ports and Harbors ausgestellt, einer Interessenorganisation von ca. 200 Häfen weltweit. Der ESI wurde von den Häfen von Le Havre, Bremen, Hamburg, Antwerpen, Amsterdam und Rotterdam konzipiert. Der Index gibt Auskunft über die Umweltleistung von Schiffen, was luftverunreinigende Emissionen (NOx und SOx) und CO2 anbelangt. Auf einer Skala von 0 bis 100 werden die Leistungen dargestellt. Ein Wert von 1 bedeutet bereits eine Verbesserung gegenüber der derzeitigen Umweltgesetzgebung für die Schifffahrt, ein Wert von 100 ist außerordentlich gut. Von den 3610 ESI-Schiffen haben 175 Seeschiffe ein Ergebnis von über 50. Vier dieser Schiffe erreichen den maximalen Wert von 100!

Belohner
Häfen und andere nautische Dienstleister auf der ganzen Welt können den Index zur Belohnung von Schiffen und somit zur Förderung der Nachhaltigkeit in der Schifffahrt heranziehen. Inzwischen gibt es 40 Belohner. Darunter sind Häfen wie Long Beach und Tokyo, aber auch kleinere wie Port Nelson in Neuseeland und Flam in Norwegen. Die Belohnungen variieren von einer Ermäßigung der Hafengebühren im Umfang von ca. 5 % bis zu 100 %. “Die Anzahl der Belohner stagniert nun, doch wir arbeiten intensiv daran, zu einer höheren Anzahl zu gelangen, denn wenn Häfen hinzukommen, kommen auch Schiffe hinzu”, so Van de Laar.

Zukunft des ESI
Die teilnehmenden Häfen besprechen die Zukunft des ESI. “Die Umweltgesetzgebung für die Schifffahrt wird immer strenger und wir möchten dennoch, dass die Schiffe weiterhin für die ESI-Ermäßigung in Betracht kommen. Wir möchten eine effiziente Fahrweise in der Schifffahrt fördern, doch es ist nicht einfach, dafür Normen zu entwickeln. Es gibt viele Faktoren, die zu berücksichtigen sind, wie z. B. Ladungsart, Motoren, Inhalt und Tiefgang; dies ist komplex. Wir haben jedoch eine Idee entwickelt: Jedes Schiff kann man mit sich selbst vergleichen. Schiffe, die uns derzeit mitteilen, wie viele Meilen sie pro Jahr gefahren sind und wie viel Kraftstoff sie dabei verbraucht haben, erhalten Ermutigungspunkte. Wenn wir diese Daten für einen Dreijahreszeitraum haben, können wir vergleichen, ob sie effizienter als im Jahr zuvor unterwegs waren. Damit könnte man eine neue Belohnung verbinden“, so Fer van de Laar.

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