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Forwarders meet Rail: mehr Zusammenarbeit im Bahnverkehr

Quelle: Hafenbetrieb Rotterdam

Am 28. Juni fand die Sitzung „Forwarders meet Rail“ im World Port Center Rotterdam statt. Bei der vom Hafenbetrieb Rotterdam veranstalteten Sitzung kamen Vertreter von 18 Bahnverkehrsunternehmen und über 30 Frachttransportunternehmen miteinander in Kontakt, um so die Möglichkeiten des Bahngüterverkehrs eingehend vorzustellen. Außer einigen Präsentationen gab es für die ca. 80 Anwesenden einen Marktplatz. „Eine gute Art, kompakt und übersichtlich Informationen über Entwicklungen auf dem Markt zu erhalten“, so Rosalinde Van Lomwel von DAMCO.

Das Bahnangebot des Rotterdamer Hafens wird zunehmend stärker. Es handelt sich um einen für Rotterdamer Begriffe relativ jungen Markt. Die verschiedenen Bahnverkehrsunternehmen sehen das Potenzial, aber auch bedeutende Herausforderungen. „Als Verkehrsunternehmen sollten wir uns nicht gegenseitig die Fracht wegnehmen“, so Henk van Dieren von SAMSKIP. „Natürlich sind wir Konkurrenten, doch wenn wir gegenüber dem Straßentransport wettbewerbsfähig sein möchten, müssen wir uns gegenseitig helfen und gemeinsam die Züge füllen.“

"Wir müssen uns gegenseitig helfen und gemeinsam die Züge füllen."

Henk van Dieren, SAMSKIP

Der Hafen von Rotterdam ist der Beginn- und Endpunkt von über 250 wöchentlichen intermodalen Bahnverbindungen. Der Güterbahnverkehr von und zum Rotterdamer Hafen ist schnell, effizient, zuverlässig und nachhaltig. Die Transitzeiten sind kurz: Zahlreiche Bestimmungsorte in Europa sind per Bahn innerhalb eines Tages erreichbar. Die Bahn bietet ausgezeichnete Möglichkeiten für den Transport großer Mengen von Containern, trockenem Massengut, Stückgut und chemischen Produkten.

Die verschiedenen Containerterminals im Hafen verfügen häufig über eigene Umschlaganlagen für den Bahnverkehr, sodass Ladung am Terminal direkt in einen Zug geladen werden kann. Außerdem verfügt Rotterdam über das Rail Service Center Rotterdam (RSC), das sich vollständig auf die Abfertigung von Shuttlezügen und kombiniertem Verkehr spezialisiert. Selbstverständlich waren auch Vertreter dieses Centers präsent. „Initiativen dieser Art tragen zur Schaffung von mehr Einheit auf dem Bahnmarkt bei“, so meldete Richard van den Bempt von RSC. „So gewinnen wir als Terminal umfangreiche Marktinformationen und man spricht innerhalb eines Vormittags die relevanten Parteien in der Logistikkette.“

„Forwarders meet Rail“ war eine Fortsetzung des im Januar veranstalteten „Ocean meets Rail“. Bei dem Tag ging es darum, Shortsea- und Deepsea-Reedereien ein möglichst umfassendes Bild von allen Dienstleistungen zu vermitteln, die von Bahnunternehmen geboten werden. Martijn Loois von Portshuttle Rotterdam, dem jüngsten Bahnverkehrsunternehmen, war bei beiden Veranstaltungen dabei. „Wir sind das Beispiel dafür, dass eine Bündelung der Ladung für mehr Effizienz beim Bahngüterverkehr sorgt. Verschiedene Bahnverkehrsunternehmen buchen bei uns und optimieren damit ihre Züge.“

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