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Geerts: ‚Wählen Sie Rotterdam statt Antwerpen‘

Quelle: Nieuwsblad Transport

Der belgische Spediteur Corneel Geerts ruft in Knack Trends asiatische Exporteure dazu auf, ihre Container nicht mehr über Antwerpen, sondern über Rotterdam nach Europa transportieren zu lassen..

Dem Vorstandsvorsitzenden Marc Geerts zufolge zahlt ein belgischer Spediteur weniger, wenn die kilometerbasierte Abgabe für LKW von 3,5 Tonnen und höher in den drei Regionen am 1. April 2016 eingeführt wird und diese Container mit dem Ziel Ruhrgebiet über niederländisches Hoheitsgebiet transportiert werden.

In Belgien muss der Spediteur, der einen Container in Antwerpen abholt, erst die kilometerbezogene Abgabe entrichten, dann für die kurze Strecke durch die niederländische Provinz Limburg nochmals die Eurovignette und in Deutschland die Maut bezahlen. Wenn er denselben Container von Rotterdam ins Ruhrgebiet transportiert, dann zahlt er für die niederländische Strecke nur die Eurovignette, sagt Geerts.

Die Eurovignette beläuft sich für einen Schwerlast-LKW auf EUR 1.250 pro Jahr, sagt Lode Verkinderen von Transport und Logistik Flandern (Transport en Logistiek Vlaanderen – TLV). Für diesen Betrag kann man in den Beneluxländern, in Schweden und Dänemark ein Jahr lang uneingeschränkt fahren. Die kilometerbasierte Abgabe in Belgien wird ein Vielfaches dieses Betrags kosten. Wenn der belgische Spediteur häufig in den Niederlanden oder in Luxemburg sein muss, kommen die Kosten für die Eurovignette noch zu diesem Betrag hinzu.

Das belgische Institut für Straßentransport und Logistik (Instituut Wegtransport en Logistiek België) hat berechnet, dass die neue Maut den Selbstkostenpreis des Straßentransports um durchschnittlich 8 % und in der Region Brüssel sogar um 12 % erhöhen wird. Die Straßentransportorganisation Febetra ist der Ansicht, dass der Spediteur nichts anderes tun kann, als die zusätzlichen Kosten an den Auftraggeber weiterzugeben.

Viele Spediteure in Belgien haben sich nämlich noch nicht ausreichend von der Wirtschaftskrise erholt. Sollten sie nicht dem Kunden die Rechnung für die kilometerbasierte Abgabe präsentieren, riskieren sie ihren eigenen Untergang.

Außerdem wird, nach Aussage von Verkinderen, das Stauproblem durch die Abgabe, die nur für den Schwerlastverkehr gelten soll, kaum gelöst. Vielleicht werden etwas weniger LKW-Kilometer gefahren – beispielsweise durch die Optimierung des Beladungsdichte – der dadurch auf den Straßen entstehende ‚Platz‘ wird jedoch sofort vom zunehmenden Personenverkehr eingenommen.

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