Column

Gemeinsam die Kraft unseres Hafens erhalten

Im Oktober letzten Jahres kündigte Esso Nederland B.V. an, über 1 Milliarde Dollar in seine Raffinerie in Rotterdam investieren zu wollen. Ein Vorhaben von enormer Reichweite – und ein klarer Beweis für das Vertrauen in unsere Aktivitäten im Rotterdamer Hafen. Allard Castelein nannte die Ankündigung nicht nur eine gute Nachricht für ExxonMobil, sondern auch für den Hafen.

Die Entscheidung für die Investition fiel zugunsten von Rotterdam aus, weil der Rotterdamer Hafen mit seinem großen Tiefgang, dem guten Zugang zu Absatzmärkten in den Benelux-Ländern und Deutschland und der weitreichenden Integration verschiedener Industriezweige große Vorteile bietet. Das ermöglicht uns eine effizientere Beschaffung von Dienstleistungen und die Nutzung zahlreicher logistischer Vorteile.

Der Rotterdamer Hafen ist gut aufgestellt, und aus dieser starken Position heraus arbeiten der Hafenbetrieb und die Hafenunternehmen daran, auch in der Zukunft auf umweltbewusste Weise wettbewerbsfähig zu bleiben. Dies erfordert ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Investitionen und Kostenkontrolle. Zwischen Investitionen, die neue Aktivitäten unterstützen und die weitere Entwicklung der Hafeninfrastruktur ermöglichen, und Kostenkontrolle, damit der Hafen als Unternehmensstandort attraktiv bleibt. Für die Raffinerie mit ihrem internationalen Operationsfeld ist eine vorhersehbare und gemäßigte Kostenentwicklung von großer Bedeutung, um auf Dauer wettbewerbsfähig bleiben zu können.

Die Regierung spielt für den Hafen als Investitionsstandort eine wichtige Rolle. In bestimmten Bereichen sind die niederländischen Rechtsvorschriften weitaus strenger als in den Nachbarländern. Das können wir uns nicht erlauben. Es müssen gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle herrschen. Strengere Vorschriften sind momentan beispielsweise im Bereich der Lagerung gefährlicher Stoffe (PGS29), der Exposition gegenüber gefährlichen Stoffen und der Normen für die NOx-Emissionen geplant. Die vorgeschlagenen Neuregelungen erhöhen weder die Sicherheit noch tragen sie zur Gesundheit der Menschen oder zum Umweltschutz bei. Dennoch verursachen sie Zusatzkosten, die die Wettbewerbsposition der Unternehmen im Rotterdamer Hafen beeinträchtigt. Das kann unserer Meinung nach nicht die richtige Vorgehensweise sein.

Wir sollten vielmehr gemeinsam, also Unternehmen in Zusammenarbeit mit Behörden, dafür sorgen, dass der Hafen ein attraktiver Industriestandort bleibt, sodass er weiterhin für Investitionen wie unsere interessant ist.

Harro van de Rhee, Geschäftsführer ExxonMobil Raffinerie Rotterdam

Choose your language

The page is not available in chosen language.

Go to the front page