Nachhaltigkeit

Greenchoice installiert Megabatterie am Winkpark Hartelkanaal zur Speicherung von umweltfreundlich erzeugtem Strom

18 Dezember 2018
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Der Rotterdamer Hafen ist einer der bedeutendsten Energiehäfen der Welt. Dabei geht es nicht mehr nur um fossile Brennstoffe wie Kohle und Öl. Im Rotterdamer Hafen setzt man auch auf nachhaltig erzeugte Energie, etwa aus Biokraftstoffen, Flüssigerdgas, Solar- und Windenergie.

Windmühlen

Derzeit stehen Windkraftanlagen mit einer Gesamtkapazität von 200 Megawatt (MW) im Hafengebiet; dies entspricht ca. 6,5 % der an Land erzeugten nationalen Windenergieleistung.
In den nächsten Jahren wird der Anteil der Windenergie aus dem Hafenindustriekomplex weiter zunehmen. Der Rotterdamer Hafen setzt damit die Bestrebung um, sich zu einem nachhaltigen Energie-Hub in Nordwesteuropa zu entwickeln.

Fossile Energiequellen wie Erdgas, Öl und Steinkohle sind begrenzt. Der Hafenbetrieb Rotterdam arbeitet daher an einer Energiewende und strebt einen nachhaltigen Betrieb des Hafens an. In der Hafenperspektive 2030 ist festgehalten, dass in andere Energieträger wie Windenergie investiert wird.
Seit dem Herbst 2017 sind die Eigentümer des Windparks Hartel 2 (Greenchoice und IE Projects) bestrebt, ihren Beitrag zur Energiewende in den Niederlanden und im Rotterdamer Hafen zu vergrößern, insbesondere durch die Investition in Energiespeicherung. Durch den zunehmenden Anteil der Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen bringt der Bilanzausgleich zwischen Erzeugung und Abnahme von elektrischer Energie zunehmend größere Herausforderungen mit sich, da sowohl die Abnahme als auch die Erzeugung schwieriger vorhersagbar werden. Diese Herausforderungen bedeuten größere Bemühungen und Kosten für Großverbraucher und Stromerzeuger sowie für Netzbetreiber wie Stedin und Tennet im Hinblick auf den Bilanzausgleich.

Die weitgehende Senkung der Nutzung fossiler Brennstoffe ist das höchste Ziel der Energiewende; mit einer Senkung der CO2-Emission als Hauptindikator. Die Energiewende führt auf jeden Fall zu einer zunehmenden Abhängigkeit von Elektrizität. Damit gehen erhebliche Herausforderungen für die Stromversorgung einher. Es sind schließlich zwei gleichzeitige, einander verstärkende Trends zu verzeichnen: ein höherer Stromverbrauch (Wärmepumpen, Elektroauto anstatt fossiler Brennstoffe) sowie eine zunehmende, jedoch schlechter steuerbare Erzeugung (Wind und Sonne). Kombiniert führt dies zu einem stark zunehmenden Bedarf an Flexibilität in der Energieversorgung in den Niederlanden, um sowohl die Erzeugung als auch den Verbrauch von Strom dynamisch aufeinander abstimmen zu können. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Notwendigkeit einer alternativen Form der Energiespeicherung besteht. Das niederländische Stromnetz bietet heute keine Speicherung, obgleich dies eine kritische Voraussetzung für eine erfolgreiche Energiewende ist.

Durch die Unterstützung der Realisierung des Energiespeichers für den Windpark Hartel 2 trägt der Hafenbetrieb wie folgt zur Energiewende bei:
• Der Hafenbetrieb trägt zu einer innovativen, aktiven und direkten (Teil-) Lösung für eine der größten Herausforderungen bei, die sich aus der Energiewende ergibt: die Vorbereitung der niederländischen Infrastruktur auf die Speicherung nachhaltiger Energie zur besseren Abstimmung der Lieferung und Abnahme.
• Der Hafenbetrieb trägt zum Bilanzausgleich im niederländischen Stromnetz und damit zur Stabilität der Energieversorgung bei.