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Investieren in intelligente Abfallsammlung bedeutet arbeiten an einer nachhaltigen Zukunft

Quelle: Hafenbetrieb Rotterdam

Der Hafenbetrieb Rotterdam arbeitet gemeinsam mit verschiedenen Partnern an Lösungen, um die Abfallsammlung im Rotterdamer Hafen durchdachter zu gestalten. Ganz und gar mit der Zielsetzung, als „nachhaltigster Hafen“ zu gelten, werden innovative Initiativen für eine „intelligente Abfallsammlung“ entwickelt.

Vorgehensweise

Ein sauberer und nachhaltiger Hafen spielt nicht nur für die Umwelt eine wichtige Rolle, sondern auch für die Lebensqualität der Unternehmen und Anwohner. Als Unterzeichner des „Kunststof Ketenakkoord“ für einen geschlossenen Kunststoffkreislauf strebt der Hafenbetrieb nach einer spürbaren Senkung der in Meeren und Binnengewässern treibenden Kunststoffabfälle bis 2020. Ein praktisches Beispiel hierfür: Seeschiffe können ihre Abfälle bei den Auffanganlagen im Hafen entsorgen. Abfallstoffe wie recycelbarer Kunststoff werden anschließend von zertifizierten Schiffsabfallsammlern abgeholt.
Kenny Baas von Bek & Verburg B.V., einem auf Schiffsabfälle spezialisierten Sammelunternehmen, berichtet: „Das Ziel besteht letztlich darin, die Schiffsabfallkette zu verkürzen. Dazu wird unter anderem die Menge der gesammelten Schiffsabfälle erhöht. Außerdem wird mit Schiffen abgestimmt, wann möglichst viel Material abgeholt werden kann. Bestimmte Stoffe aus dem Schiffsabfall werden separat gesammelt, z. B. sauberer wiederverwertbarer Kunststoff. Recycelbare Materialien lassen sich anschließend effizient wiederverwenden, indem sie in neue Rohstoffe umgewandelt werden.“ Bek & Verburg B.V. verfügt über 22 eigene Sammeleinheiten, mit denen täglich die Abfälle von rund 100 bis 120 Schiffen abgeholt werden.

Können Kunststoffabfälle von Schiffen zu nützlichen Produkten wie Gartenmöbeln oder Straßenpfeilern verarbeitet werden? Aber selbstverständlich. Ron van Gelder, Abteilung Hafenmeister des Hafenbetriebs Rotterdam, erklärt: „Abfälle haben einen schlechten Ruf. Das ist schade, denn sie können sehr nützlich sein. Wie wäre es mit Recycling? Anstatt saubere Kunststoffabfälle einfach für teures Geld zu verbrennen, kann damit neuer Wert geschaffen werden.“

„Wir verfolgen ein gemeinsames Ziel, nämlich ein sauberes Meer, und dafür setzen wir uns ein. Wir möchten den Hafen möglichst sauber halten und das dauerhaft.“

Kenny Baas, Bek & Verburg B.V.

Projekte

Der Hafenbetrieb Rotterdam und Partner aus dem niederländischen maritimen Sektor haben in den vergangenen Jahres bereits große Fortschritte erzielt. Gemeinsam investieren sie in effiziente und nachhaltige Formen der Schiffsabfallsammlung und in die Reduzierung von Kunststoffabfällen im Hafen. Ein wichtiges Beispiel hierfür ist die Unterzeichnung des Green Deal für Schiffsabfälle am 10. September 2014. Das oberste Ziel lautet, die Abfallmenge an Bord zu begrenzen, indem bei der Bevorratung von Schiffen bessere Absprachen getroffen werden. Darüber hinaus ist das Trennen von Kunststoffabfällen an Bord wichtig, um Recyclingmöglichkeiten zu nutzen. Eine weitere unverzichtbare Maßnahme besteht in strenger Überwachung und Durchsetzung, um Abfälle im Meer innerhalb und außerhalb der Grenzen weitestgehend zu beschränken.

Fische fressen pro Jahr zwischen 12 und 24 Millionen Kilogramm Kunststoff. Diese Entwicklung ist nicht nur für die Tiere schädlich, sondern auch für Mensch und Umwelt. Daher wird mit „Port Waste Catch“, einer Initiative aus dem Jahr 2015, eine Verminderung der „Kunststoffsuppe“ angestrebt. Dies betrifft im Meer treibende Abfälle, die zu ungefähr drei Vierteln aus Kunststoffen bestehen. Der Hafenbetrieb Rotterdam erkennt die Bedeutung einer guten Zusammenarbeit, um in Häfen, auch auf die Dauer, einen nachhaltigen Umweltschutz zu praktizieren. Gemeinsam mit Unternehmen, Fachinstituten, Studierenden, Wissenschaftlern und natürlich Partnern aus der Schifffahrtsbranche sucht der Hafenbetrieb Rotterdam nach Möglichkeiten, ein Port Waste Catch-System zu entwickeln.

Kontakt

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