Energiewende
Pressemitteilung

Neues schwefelarmes Bunkeröl in Rotterdam beliebt

Das neue schwefelarme Bunkeröl VLSFO (Very Low Sulphur Fuel Oil with a maximum of 0,5% sulphur - sehr schwefelarmes Bunkeröl mit höchstens 0,5 % Schwefel) hat sich in Rotterdam, dem größten Bunkerhafen Europas, in zwei Monaten sehr gut bewährt. Die Hälfte aller im November verkauften Bunkeröle betraf VLSFO. Dies geht aus den Bunkermeldungen hervor, die über die App „TimeToBunker“ App des Hafenbetriebs Rotterdam vorgenommen worden sind.

Ab dem 1. Januar 2020 darf der Treibstoff von Seeschiffen auf den Weltmeeren noch höchstens 0,5 % Schwefel beinhalten. Derzeit liegt der Höchstwert noch bei 3,5 %. Schwefelreicher Treibstoff ist nur auf Schiffen mit Wäschern - einem installierten Filtersystem - an Bord erlaubt.

Die App „TimeToBunker“

Aus der App „TimeToBunker“, über die ein Drittel aller Bunkermeldungen vorgenommen wird, geht hervor, dass der Verkauf von VLSO in den letzten zwei Monaten enorm gestiegen ist: im September waren es 1.700 Tonnen, im Oktober 32.000 und im November 2019 95.000 Tonnen. Damit hat sich der Prozentsatz für VLSFO im Hinblick auf den Gesamtvertrieb von allem Heizöl von 1,8 % im September auf 51,6 % im November 2019 erhöht.
Der Verkauf von Destillationsprodukten (MGO und MDO) blieb in den vorstehend genannten Monaten stabil.

In den regelmäßigen Bunkermeldungen wird der Schwefelgehalt von Heizöl nicht angegeben. Trotzdem vermutet der Bunkerexperte Ronald Backers beim Hafenbetrieb Rotterdam, dass dieser Trend für alle Bunkerölverkäufe in Rotterdam repräsentativ ist: Die App „TimeToBunker“ wird seit Februar 2019 eingesetzt und ist ein großer Erfolg. Ich sehe keinen Grund anzunehmen, dass die Betriebe, die noch regelmäßige Bunkermeldungen machen, ganz andere Kunden mit einem völlig anderen Kaufverhalten im Hinblick auf Heizöl haben.

Obwohl die Schifffahrt in der Nordsee noch strengeren Schwefelbestimmungen unterliegt und Bunkeröl nur 0,1 % Schwefel enthalten darf, bestellen viele Rotterdamer Reedereien VLSFO, weil sie nicht nur über die Nordsee, sondern auch interkontinental fahren.

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