CORONAVIRUS

Paprika in der Coronazeit alternativ per Schiff in die USA

Bedingt durch die Coronakrise ist der Flugverkehr stark eingeschränkt. Normalerweise wird ein hohes Frachtaufkommen als Unterdeckfracht in Passagierflugzeugen transportiert. Die fehlende Luftfrachtkapazität stellt Importeure und Exporteure von Obst und Gemüse daher vor große Herausforderungen. In einigen Fällen führt dies zu erheblichen Änderungen in Logistikketten. So organisierten Exporteure in Zusammenarbeit mit Wim Rodenburg vom Verband GroentenFruit Huis erfolgreich Probesendungen niederländischer Paprika per Schiff in die USA.

Fresh Produce Centre

Foto: Fresh Produce Centre

„Während Paprika normalerweise per Luftfracht in die USA transportiert werden, ziehen wir nun auch Seefracht ernsthaft in Betracht“, so Daco Sol, Programmanager Logistik, Aufsicht & Supply Chain vom Verband GroentenFruit Huis. „Es ist schön, dass es Erfahrungen auf anderen Wegen und Ergebnisse aus früheren Studien zu diesem Produkt gibt".

Alternative Vorgehensweisen

Bei Unternehmen und Organisationen im Hafen wird darüber nachgedacht, inwiefern Arbeitsprozesse geändert werden können, sodass sie realisierbar bleiben. „Für verderbliche Produkte wie Obst und Gemüse ist dies natürlich sehr wichtig”, so Sol. „Auch für unterstützende Frachtdokumente werden zum Glück alternative Verfahren angeboten. Es sollte selbstverständlich werden, Frachtdokumente über gesicherte Verbindungen auszutauschen. Wir würden es begrüßen, wenn diese Entwicklungen nun beschleunigt werden, zumal physische Kontakte vermieden werden müssen”.

Normalerweise werden beim Import von Obst und Gemüse per Seefracht Originaldokumente gesondert durch die Luft versandt, z. B. Pflanzengesundheitszeugnisse zum Nachweis, dass eine Ladung Obst oder Gemüse frei von bestimmten Krankheiten oder Schädlingsinsekten ist. Da es jedoch in der Luftfahrt aufgrund des Coronavirus zu starken Einschränkungen kam, trafen die Originaldokumente nicht rechtzeitig zur Inspektionszeit ein. Zum Glück konnte mit einem zeitweiligen Verfahren anhand von Zeugniskopien Abhilfe geschaffen werden. Die Europäische Kommission ist damit einverstanden und hat bestimmt, dass diese geänderte Arbeitsweise vorläufig bei der Ankunft in der EU genutzt werden darf. Der Importeur muss allerdings nachträglich die Originalzeugnisse vorlegen können.

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