PD Ports geht in Richtung Smart Port Status mittels neuer Partnerschaft mit Rotterdam

15 Februar 2021
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PD Ports und der Rotterdamer Hafen haben eine neue Partnerschaft bekannt gegeben, anhand derer die Digitalisierung in Teesport, dem fünftgrößten Hafen Großbritanniens, weiter vorangetrieben werden soll. In der ersten Phase der Zusammenarbeit wird PD Ports die vom Rotterdamer Hafen verwendete Technologie ausbauen, um ein Port Community System (PCS) in Teesport zu implementieren. Die Partnerschaft wird auch einen stärkeren Datenaustausch zwischen den beiden Häfen als eine der wichtigsten Transportrouten zwischen Europa und Großbritannien untersuchen.

Luftaufnahme von PD Ports

Im Gespräch mit PTI stellten Jan-Willem Rikkerink, IT-Direktor, und Paul Brooks, Hafenmeister bei PD Ports, fest, dass dies ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem intelligenten Hafen sei. 'Paul und ich haben eine Lücke in unserem digitalen Angebot erkannt: Wir hatten keine digitale Plattform, die für unsere Hafenbenutzer praktisch wäre. Deshalb haben wir uns auf dem Markt umgesehen, welche Möglichkeiten es gibt', erklärt Rikkerink.

Er fügte hinzu, dass ein entscheidendes Element der digitalen Strategie darin bestehe, Spitzensysteme einzusetzen. PD Ports arbeitete eng mit der eigenen Hafengemeinschaft zusammen, um deren Bedürfnisse bei der Implementierung eines PCS zu berücksichtigen. Nach der Durchführung einer Marktanalyse fiel die Entscheidung auf die Plattform des Rotterdamer Hafens, die übertragbar und für andere Häfen nutzbar ist. 'Ich denke, man muss betonen, dass dies Teil eines mehrphasigen Projekts ist und wir uns erst in der Anfangsphase befinden; wir implementieren gerade einige der grundlegenden Bausteine', sagte Rikkerink.

Aus der Perspektive des Rotterdamer Hafens hob René van der Plas, Direktor Port of Rotterdam International, die bereits starken Verbindungen zwischen Großbritannien und den Niederlanden hervor. Da Großbritannien einer der wichtigsten Handelspartner in Europa ist und jedes Jahr rund 40 Millionen Tonnen Fracht von Rotterdam dorthin transportiert werden, ist es nach Aussage von Van der Plas sinnvoll, die Lieferketten und den Transport zwischen den beiden Häfen zu optimieren. 'Hier ist die Digitalisierung sehr wichtig, denn wenn die Dinge digitalisiert werden, führt dies zu einer verbesserten Effizienz und Transparenz; auf diese Weise man kann die Dinge besser miteinander verbinden', fügte er hinzu.

Datenaustausch zwischen Häfen

Die Partnerschaft wird wahrscheinlich zum Austausch von Daten zwischen den beiden Häfen führen, was für beide von großem Vorteil sein wird. Die Fahrzeit zwischen Rotterdam und Teesport beträgt zwischen 16 und 18 Stunden. Durch den verbesserten Datenaustausch werden die Häfen einen besseren Überblick über die Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Schiffe haben, was letztendlich zu

einer größeren betrieblichen Effizienz für alle PCS-Benutzer führt. Brooks sagte, ein effizienter Datenaustausch für PD Ports sei von entscheidender Bedeutung, zumal eine hohe Anzahl von Containerschiffen, die Teesport erreichen, aus Rotterdam komme. 'So wie der Informationsaustausch derzeit verläuft, erhalten wir zwar eine Vorankündigung, dass ein Schiff fällig ist, aber im Falle einer ETA-Änderung werden die beteiligten Akteure nicht automatisch auf den neuesten Stand gebracht', erklärte er.

Brooks betonte auch, dass das PCS besonders für die Arbeits- und Transportplanung rund um die aktualisierten Schiffs-Timings nützlich sein wird. Das funktioniert natürlich in beide Richtungen zwischen Teesport und Rotterdam. Van der Plas fügte hinzu, dass diese Art von Betriebsinformationen bei den Transportketten 'wirklich die Effizienz steigern' könne. Er merkte an, dass im Allgemeinen aus Rotterdam und den Erfahrungen in anderen Häfen hervorgeht, dass die Auswirkungen der gemeinsamen Nutzung dieser Art von Informationen und deren Verfügbarkeit noch nicht so offensichtlich sind.

Es ist sehr einfach, den Datenaustausch auf diese Weise zu ermöglichen, und dies ist sowohl für PD Ports als auch für den Rotterdamer Hafen ein großer Schritt vorwärts. 'Wir beginnen mit der Optimierung der Hafenbenutzung in jeweils einem Hafen. Auf diese Weise werden anhand der Daten neue Erkenntnisse gewonnen. Wenn man diese Erkenntnisse und Daten in einer globalen Plattform verbindet, ergibt sich etwas völlig anderes als das, was heute vorhanden ist', so Van der Plas. Er merkte an, dass die erste Priorität für Teesport natürlich darin bestehe, die Daten in der gesamten Hafengemeinschaft verfügbar zu machen. Der nächste Schritt der Bemühungen bestehe jedoch darin, die Verbindung der beiden Häfen zu untersuchen.

Quelle: Port technology