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Pilotprojekte mit Biokraftstoffen für die Seefahrt im Rotterdamer Hafen

Der Rotterdamer Hafen stand in den letzten Tagen im Mittelpunkt von zwei Versuchen mit Biokraftstoffen für mehr Nachhaltigkeit in der Seefahrt. Unter der Flagge der Dutch Sustainable Growth Coalition (DSGC) ergriffen die Multinationals FrieslandCampina, Heineken, Philips, DSM, Shell und Unilever die Initiative zur Zusammenarbeit mit AP Moller-Maersk, um ein Containerschiff der Triple-E-Klasse mit Kraftstoff mit einem Gehalt von bis zu 20 % an nachhaltigen Biokraftstoffen zu versorgen.

Das Containerschiff von Maersk ist inzwischen unterwegs nach Shanghai, wo es voraussichtlich im Juni eintreffen wird. Die CO2-Ersparnis dieses Pilotprojekts entspricht der jährlichen Emission von über 200 Haushalten oder 12 Mio. Autokilometern.

Søren Toft, Chief Operating Officer von AP Moller-Maersk: „Zur Realisierung unserer Netto-Null-CO2-Zielsetzung um 2050 benötigen wir in den nächsten zehn Jahren große Erfolge. Diese kann Maersk nicht alleine erzielen. Daher ist diese Zusammenarbeit mit DSGC-Mitgliedern ein so wichtiger Schritt bei der Erarbeitung und Umsetzung von CO2-armen Lösungen."

Mit Unterstützung des Hafenbetriebs Rotterdam unternehmen IKEA Transport & Logistics Services, die Containerreederei CMA CGM und das GoodShipping Program auch einen Versuch mit nachhaltigem Bioheizöl in der Containerschifffahrt.

Dabei wurde erstmals ein Containerschiff von CMA CGM mit einer nachhaltigen Variante von schwerem Heizöl gebunkert. Das nachhaltige Bioheizöl, das vom niederländischen Unternehmen GoodFuels geliefert wird, kann ohne Änderungen am Motor eingesetzt werden.

Dirk Kronemeijer, CEO von The GoodShipping Program: „Ziel unseres Programms ist einerseits, es Verladern von Seefracht zu ermöglichen, schon heute von fossilem Heizöl auf wirklich nachhaltiges CO2-neutrales Bioheizöl umzusteigen. Anderseits möchten wir zeigen, dass die Energiewende in der Schifffahrt durch eine bessere Zusammenarbeit in der gesamten Kette tatsächlich beschleunigt werden kann.“ Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie auf der Website van GoodFuels.

Nach Ansicht des Generaldirektors des Hafenbetriebs Allard Castelein wird damit gezeigt, dass „Frachteigentümer bei der Reduktion von CO2 in der Schifffahrtsindustrie eine bedeutende Rolle spielen. Zur Unterstützung von Initiativen dieser Art für die Schifffahrtsindustrie haben wir für einen Zeitraum von 4 Jahren 5 Mio. € reserviert.”

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