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Porthos konzentriert sich auf die schliessung von Kooperationsvereinbarungen

Dieses Frühjahr sondierte die Projektorganisation Porthos das Interesse der Wirtschaft an einer Speicherung von CO2 in leeren Gasfeldern unter der Nordsee. Dabei wurde genügend Interesse an diesem System bekundet, um die Vorbereitungen fortzusetzen.

Porthos Botlek

Porthos konzentriert sich nun auf den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung (eines sog. Joint Development Agreements, JDA) mit den Unternehmen. Darin wird vereinbart, gemeinsam am Abschluss definitiver Verträge Mitte nächsten Jahres zur Lieferung bzw. Abnahme und Speicherung von CO2 zu arbeiten. Unternehmen, die vor dem 1. Oktober 2019 eine Kooperationsvereinbarung schließen, erhalten ein Vorzugsrecht im Falle einer größeren Nachfrage als der verfügbaren Kapazität des Transport- und Speicherungssystems.

Die Expression of Interest (EoI, Interessenbekundung), die Unternehmen dieses Frühjahr abgegeben haben, ist rechtlich nicht verbindlich. Für die Kooperationsvereinbarung gelten jedoch Rechte und Pflichten. Die Hauptbestimmung ist, dass Unternehmen, die vor dem 1. Oktober 2019 eine Kooperationsvereinbarung schließen, demnächst bei der Verteilung der verfügbaren Kapazität Vorrang haben, d. h., dass im Falle, dass die Nachfrage nach Transport und Speicherung größer ist als die Kapazität, erst die Parteien, die vor diesem Datum eine Kooperationsvereinbarung geschlossen haben, für diese Kapazität in Betracht kommen. Die Unternehmen verpflichten sich, mit dem Entwurf ihrer Abscheidungsanlage zu beginnen und bei Bedarf Genehmigungsverfahren einzuleiten. Porthos verpflichtet sich, mit der technischen Ausarbeitung des Projekts und mit UVP- und Genehmigungsverfahren fortzufahren.

Unternehmen können vor dem 1. Oktober 2019 eine Kooperationsvereinbarung mit Porthos schließen. Dies gilt im Prinzip auch für Unternehmen, die zu diesem Zeitpunkt noch keine EoI eingereicht haben. Ein Vorzugsrecht ist nur möglich, wenn vor dem 1. Oktober 2019 eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet wird.

Es ist beabsichtigt, dann im Sommer 2020 die definitiven Verträge zwischen den Unternehmen und Porthos zu schließen. Auf der Grundlage dieser Verträge können die Unternehmen möglicherweise SDE++-Fördermittel beantragen. Eine nicht rechtzeitige Zuerkennung ist ein Grund zur Auflösung der Verträge. Wenn ein Förderantrag bewilligt wurde oder Unternehmen keine Fördermittel benötigen und weiter allen Bedingungen entsprochen wurde, können die Unternehmen und jede der Porthos-Parteien die definitive Entscheidung treffen, die Abscheidungsanlagen sowie das Transport- und Speicherungssystem zu realisieren.

Sobald die definitive Investitionsentscheidung getroffen wird (voraussichtlich Anfang 2021), hat Porthos schon beträchtliche Beträge insbesondere für technische Vorbereitungen ausgegeben. Dies ist dann auch ein wichtiger Grund dafür, dass Porthos zunehmend enger mit Unternehmen kooperieren möchte, die CO2 bereitstellen und verbindliche Vereinbarungen treffen möchten; von der Interessenbekundung (EoI) über die Kooperationsvereinbarung (JDA) zu Verträgen.

Quelle: Rotterdam CCUS

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