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ROAD hört auf, CCS läuft weiter

Kürzlich haben Uniper und Engie angekündigt, ROAD, das Demonstrationsprojekt für CO₂-Abtrennung in einem der Kohlekraftwerke mit anschließender Speicherung in einem Gasfeld unter der Nordsee, einstellen zu wollen.

Der Hafenbetrieb ist sehr enttäuscht, dass Uniper und Engie mitgeteilt haben, ROAD nicht mehr fortführen zu wollen.
CCS ist eine der wichtigsten Methoden, den CO₂-Ausstoß der Kohlekraftwerke zu senken. Die Unternehmen erfüllen nicht die von ihnen geweckten Erwartungen bezüglich eines groß angelegten Tests mit CCS.

Der Hafenbetrieb ist der Meinung, dass die Kohlekraftwerke noch lange in Betrieb bleiben können, sofern der negative Umwelteinfluss des CO₂-Ausstoßes durch Auskopplung von Wärme (vor allem für die Industrie), CCS und/oder Mitverbrennung von Biomasse oder Lignin (ein Restprodukt aus der biobasierten Industrie) eingeschränkt wird. Das Klimaabkommen von Paris macht die systematische Senkung des CO₂-Ausstoßes notwendig. Unternehmen können ihre Augen davor nicht verschließen.

CCS wird nicht nur international, sondern auch auf der nationalen Energieagenda als ein wichtiges Instrument zur Senkung des CO₂-Ausstoßes gesehen. Insbesondere Ölraffinerien und der Chemiesektor verfügen noch nicht über ausreichende erneuerbare oder kreislaufwirtschaftliche Alternativen. Mit der Abtrennung und Speicherung von CO₂ bekommt dieser ökonomisch und gesellschaftlich wichtige Sektor Möglichkeiten, den CO₂-Ausstoß zu senken.

Der Hafenbetrieb Rotterdam führt daher mit einigen anderen Partnern eine Sondierung zur Realisierung einer Basisinfrastruktur durch.für das Sammeln und Transportieren von CO₂ im Rotterdamer Hafengebiet, um es anschließend in (leeren) Gasfeldern unter der Nordsee zu speichern. Indem diese Ringleitung (oder „Backbone“) sowie die Speicherinfrastruktur als eine „kollektive Einrichtung“ konzipiert werden, gibt es wichtige Kostenvorteile.

Angestrebt wird, dass Ende 2017/Anfang 2018 die Entscheidung über den nächsten Schritt getroffen wird. Die Vertragsparteien führen mit dem Wirtschaftsministerium Gespräche zu diesem Konzept. Auch in der Europäischen Kommission laufen Gespräche.

Energiewende

Der Hafenbetrieb Rotterdam setzt sich gegen die Klimaveränderung ein und will eine Vorreiterrolle bei der weltweiten Energiewende spielen. Senkung des CO₂-Ausstoßes und effiziente Nutzung der Roh- und Reststoffe stellen für den Hafenbetrieb wichtige Aufgaben dar.

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