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Zeit für „Truck Tinder“: eine App für Verabredungen zum Truck Platooning

Der Parkplatz Maasvlakte Plaza liegt nahe der Hauptstraße. Auf dem riesigen Parkplatz gibt es eine überwachte Anlage, auf der Lkw-Fahrer übernachten und sich miteinander unterhalten können. Die Fahrer müssen also keinen Umweg in Kauf nehmen und verfügen über alle Grundeinrichtungen für sich und ihren Wagen. Duschen, essen und trinken oder bei Bedarf direkt eine Reifenwartungsanlage und Tankstelle anfahren. Alles ist perfekt geregelt. Kurz gesagt: ein sicherer Übernachtungsort für Fahrer und ihre Ladung in Rotterdam. Maasvlakte Plaza unterstützt die Idee einer der Untersuchungen von SmartPort das Truck Platooning. Dabei fahren Lastwagen als Kolonne von der 2. Maasvlakte aus ins Hafenhinterland.

Neue Modalität

Das Truck Platooning ist eine ganz neue Modalität, Lastwagen fahren in einer oder mehreren Kolonnen von drei oder fünf Fahrzeugen hintereinander her. Quasi wie ein Zug auf der Straße. Diese Fahrweise bietet deutliche Vorteile. Da die Lkw so dicht beieinander fahren, werden ca. 10 % Kraftstoff eingespart und die CO2-Emissionen können reduziert werden. Diese Fahrweise sorgt dafür, dass sie reibungsloser durch den Verkehr gelangen, wodurch ein besserer Verkehrsfluss auf der Autobahn erzielt wird. Darüber hinaus ist Truck Platooning sicherer, denn menschliches Versagen wird zum großen Teil ausgeschlossen. Routinemanöver, wie das Verbleiben auf der richtigen Spur, die Einhaltung des vorgeschriebenen Abstandes sowie die angemessenen Geschwindigkeit, werden automatisch geregelt. Ein zusätzlicher Vorteil besteht also darin, dass das Fahrzeitengesetz großzügiger ausgelegt werden kann. Lkw-Fahrer können öfter Ruhezeiten einlegen, wenn es ihnen beliebt und nicht nur dann, wenn es der Fahrtenschreiber vorschreibt. Insgesamt kann mit dem Truck Platooning ohne Weiteres eine Ersparnis von etwa 5.000 € pro Lkw jährlich erzielt werden.

Maßstabsgröße

Technisch ist es möglich, Lastwagen in einem solchen Kolonnenverkehr fahren zu lassen. Jetzt muss man über den Maßstab nachdenken. Es müsste mit hohem Kostenaufwand eine Box eingebaut werden. Daher möchten wir erreichen, dass 2020 mindestens 100 Lkw-Kolonnen täglich über die A15 fahren, bestehend aus mindestens 300 Lkw und 600 Containern. Auf diese Weise würden sich die Kosten amortisieren. Nicht nur der Maßstab, sondern auch eine Verabredungs-App ist eine wichtige Voraussetzung. Damit können die Fahrer Logistikdaten austauschen und sich zu gemeinsamen Fahrten verabreden. Eine digitale Anwendung, die mit verfügbaren Daten realisierbar ist.

Maasvlakte Plaza ist der perfekte Treffpunkt für das Truck Platooning. Wo könnte man sich als Lkw-Fahrer besser verabreden als an einem Ort, an dem 400 Kollegen ihren Lkw parken? Man tauscht mit der App Daten aus, tankt und fährt gemeinsam los.

(footer)
SmartPort ist eine Arbeitsgemeinschaft, an welcher der Hafenbetrieb Rotterdam, Deltalinqs, die Gemeinde Rotterdam, TNO, Deltares, die Erasmus Universität Rotterdam sowie die Technische Universität Delft beteiligt sind. SmartPort fördert, initialisiert und bildet Bündnisse, um gemeinsam mit Kenntnisinstituten wissenschaftliche Studien für und durch Unternehmen im Rotterdamer Hafen zu unterstützen und zu finanzieren

Innovation

Rotterdam möchte der intelligenteste Hafen der Welt werden. Um unsere Spitzenposition zu behalten, müssen wir kontinuierlich innovieren. Innovation ist ein entscheidendes Mittel, um die geplanten Veränderungen bei der Energiewende und der Digitalisierung in Rotterdam zu realisieren.

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