Erreichbarkeit

Zollformalitäten trotz Brexit-Handelsabkommen

28 Dezember 2020
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Die Europäische Union und das Vereinigte Königreich haben ein Handelsabkommen geschlossen, das am 1. Januar 2021 in Kraft tritt. Es ist zwar gut, dass es endlich mehr Klarheit gibt, doch das bedeutet nicht, dass sich Unternehmen nicht länger vorbereiten müssen. Trotz des Abkommens gelten die Zollformalitäten für den Warenverkehr mit Großbritannien nach dem Brexit ab dem 1. Januar 2021.

Brexit-Flagge

Über den Rotterdamer Hafen werden jährlich Millionen von Tonnen an Gütern importiert und exportiert. Aus diesem Grund haben sich Regierungsstellen, Behörden und Terminals auf die neue, ab dem 1. Januar 2021 geltende Situation vorbereitet. Der Hafenbetrieb Rotterdam arbeitet seit mehr als zwei Jahren daran, dies in enger Zusammenarbeit mit Rijkswaterstaat (der obersten niederländischen Straßen- und Wasserbaubehörde), Zollbehörden, Portbase, Ferry-Unternehmen, lokalen Behörden und anderen Partnern in der Logistikkette. Hauptziel all dieser Vorbereitungen ist es, den Gütertransport von Rotterdam zu den britischen Häfen so reibungslos wie möglich zu gestalten und das Risiko von Verkehrsstörungen aufgrund von Staus zu minimieren.

Ferry- und Shortsea-Kunden sind darüber informiert worden, dass nur Ladung, die im Voraus über Portbase digital angemeldet wurde, ins Vereinigte Königreich mit an Bord genommen werden darf. Fahrer, die Ladung transportieren, die nicht im Voraus digital angemeldet wurde, erhalten keinen Zugang zu den Terminals. Für die LKW vor den Ferry-Terminals sind vorübergehend Parkplätze in der Nähe der Ferry-Terminals an der Nord- und Südseite des Hafens eingerichtet worden. Pläne für die Verkehrsführung stehen in dieser Hinsicht zur Verfügung. Es werden Medienkampagnen durchgeführt, um bestimmte Zielgruppen davon zu überzeugen, sich auf die anstehenden Veränderungen vorzubereiten.

Transportunternehmen, Terminals und Behörden werden sich an die neue Praxis-Situation gewöhnen müssen. Trotz aller Vorbereitungen und Vorkehrungen kann es sein, dass der logistische Prozess in den ersten Tagen des neuen Jahres nicht so reibungslos verläuft wie gewohnt.