Schiffsabfall durch die Seeschifffahrt

Schiffe und die daraufbefindlichen Menschen produzieren auf ihren (inter)kontinentalen Reisen Schiffsabfall. Zusätzlich bleiben nach dem Entladen von bestimmten Produktarten Ladungsrückstände zurück. Seeschiffe können viele Schiffsabfallarten in den Häfen von Rotterdam, Schiedam, Vlaardingen, Maassluis, Moerdijk und Dordrecht abgeben. Sind Sie Binnenschiffer? Erfahren Sie mehr über Schiffsabfall in der Binnenschifffahrt.

Abfallstoffe abgeben

In Hafenauffangeinrichtungen können Seeschiffe ihren Schiffsabfall entladen. Eine internationale Gesetzgebung (UN/IMO/MARPOL73/78 und EU-Richtlinie 2000/59/EG) verpflichtet alle Seehäfen dazu, im ausreichenden Maße Hafenauffangeinrichtungen für Schiffsabfall aus der Seeschifffahrt bereitzustellen. Hafenauffangeinrichtungen können Schiffsabfallstoffe mithilfe von mobilen Sammelmitteln (Schiffen oder Fahrzeugen) oder festen Anlagen (Lagertanks) einsammeln. Der entladende Abfall wird durch die Einsammler mit Lkw oder Schubleichtern zu zugelassenen Abfallverarbeitern transportiert. Im Hafenabfallplan finden Sie weitere Informationen über die Entladung von Abfall. Zudem finden Sie dort eine Liste mit Hafenauffangeinrichtungen in den Seehäfen Dordrecht, Maassluis, Moerdijk, Rotterdam, Schiedam und Vlaardingen.

Entgasen

In den Provinzen Südholland und Nordbrabant besteht seit dem 1. Januar 2015 ein Entgasungsverbot für Benzol (UN 1114). Schiffe, die diesen Stoff entgasen wollen, müssen dafür eine Hafenauffangeinrichtung aufsuchen.

Tarife für die Entladung von Abfällen

Die Tarife für die Entladung von Abfall erhalten Sie von den angegebenen Einsammlern. Die Höhe der Beiträge und Entladungsgebühren sind für alle Seeschiffe im Hafenabfallplan und in der Broschüre Port Tariffs (Hafentarife) aufgeführt. Für einige Abfallströme wurde eine indirekte Finanzierung abgesprochen. Das bedeutet, dass Schiffe einen Beitrag bezahlen und erhalten im Gegenzug einen (Teil der) Entladungskosten vergütet. Im Hafenabfallplan 2015 haben wir für Sie ausführliche Informationen zusammengestellt.

Aus benutztem Plastikmaterial werden Rettungsbojen, aus Metallresten wird eine Schiffsglocke hergestellt. Die bei der Verbrennung von Hausabfällen erzeugte Wärme dient als Energiequelle.

Der Hafenbetrieb setzt sich gemeinsam mit einer Reihe von anderen Parteien dafür ein, die wachsende Menge an Plastik in Meeren und Ozeanen, die sogenannte Plastiksuppe, zu reduzieren. Diese Bemühungen werden in der Maßnahme „Green Deal Schiffabfallkette“ gebündelt. Ein Ziel ist es, die Menge an Bordabfällen zu beschränken, indem bereits bei der Vorratsbeladung von Schiffen Abfälle soweit wie möglich vermieden werden. Zudem wird an Bord noch mehr Fokus auf die getrennte Sammlung von Plastikabfall gelegt und in den Häfen wird dieser dann auch getrennt eingesammelt. In den Häfen führen wir den Schiffsabfall dem Recycling zu. Denn Abfall gehört nicht ins Meer.

Möchten Sie mehr wissen? Schauen Sie sich das Video „Too Good to Waste“ an

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