Off-Peak-Transport sorgt für schnellere und zuverlässigere Lieferketten
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Der zunehmende Containerverkehr im Rotterdamer Hafen belastet Straßen, Terminals und Logistikprozesse immer stärker. Wie in unserem Whitepaper zum Thema Straßengüterverkehr dargelegt, führen Verkehrsstaus, längere Wartezeiten und begrenzte Kapazitäten in den Stoßzeiten zu einer geringeren Vorhersehbarkeit der Lieferketten. Transport außerhalb der Stoßzeiten, zwischen 18 und 6 Uhr, kann hier Abhilfe schaffen. ODIN Warehousing & Logistics zeigt, wie dieser Off-Peak-Transport mit Elektro-Lkw zu einer effizienteren, zuverlässigeren und nachhaltigeren Lieferkette beiträgt.
ODIN Warehousing & Logistics ist einer der ersten Logistikdienstleister im Rotterdamer Hafen, der auf Transport außerhalb der Stoßzeiten umgestellt hat. An mehreren Standorten auf der Maasvlakte hat das Unternehmen einen erheblichen Teil seiner Containerströme in die Abend- und Nachtstunden verlegt. Laut CEO Alain Grotenhuis sei diese Entscheidung eine direkte Folge der zunehmenden Überlastung an den Terminals und auf den Straßen.
„Während man vor fünf Jahren zwischen 6 und 18 Uhr problemlos sechs Container abholen konnte, sind es heute oft nur noch zwei oder höchstens drei. Angesichts der von uns umgeschlagenen Mengen war Off-Peak-Transport der einzig logische Schritt“, so Grotenhuis.
Bessere Vorhersehbarkeit während der Nachtstunden
Grotenhuis ist überzeugt, dass die Vorteile des Off-Peak-Transports sofort erkennbar sind. Nachts haben die Terminals eine höhere Kapazität, es stehen mehr Zeitfenster zur Verfügung und die Wartezeiten sind deutlich kürzer. So können die Fahrer effizienter arbeiten und die Planung wird zuverlässiger.
„Tagsüber ist die Unsicherheit viel größer. Durch Staus und Wartezeiten können wir weniger vorhersehbare Dienstleistungen erbringen. Nachts hingegen sind die Bedingungen stabiler, und wir können unseren Kunden eine höhere Zuverlässigkeit bieten“, sagt Grotenhuis.
Diese Zuverlässigkeit sei sowohl für Verlader als auch für Spediteure von großem Wert, erklärt der CEO. Kürzere Wartezeiten an den Terminals machen Ankunfts- und Abfahrtszeiten besser vorhersehbar. Gleichzeitig nimmt die Verkehrsbelastung auf den Straßen ins Hinterland ab. Dies kann insbesondere bei längeren Transportstrecken von erheblichem Vorteil sein.
Höhere Produktivität bei gleicher Kapazität
Neben betrieblichen Vorteilen bringt der Off-Peak-Transport auch Effizienzsteigerungen mit sich. Da die Fahrer weniger Zeit im Verkehr und in Warteschlangen verbringen, können mit demselben Lkw und demselben Fahrer innerhalb desselben Zeitraums mehr Container abgefertigt werden.
Grotenhuis: „Mit dem Off-Peak-Transport steigern wir die Produktivität erheblich. Dies kommt nicht nur unserem eigenen Betrieb zugute, sondern ermöglicht es uns auch, unseren Kunden einen zuverlässigen Service zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten. Da Verkehrsstaus und Wartezeiten an den Terminals zunehmen, müssen sich Logistikdienstleister wie wir anpassen.“
Die Abläufe bei ODIN sind vollständig auf einen kontinuierlichen Warenfluss ausgerichtet. Container, die unter der Woche abends in den Lagern eintreffen, werden sofort entladen. Wenn sie nach 23:30 Uhr eintreffen, werden sie abgekoppelt und am nächsten Morgen bearbeitet. So können die Fahrer direkt zum Terminal zurückkehren, um ihre nächste Fahrt anzutreten.
Investitionen in eine zuverlässige und nachhaltige Lieferkette
Um die Zuverlässigkeit der Lieferkette weiter zu verbessern, hat ODIN in eine eigene Flotte von Elektro-Lkw investiert. Die Fahrzeuge werden zusätzlich zu den Transportkapazitäten der regulären Partner eingesetzt. Die Elektro-Lkw können vor Ort mit Ökostrom aus nachhaltigen Quellen aufgeladen werden.
Laut Grotenhuis eignen sich Elektro-Lkw besonders gut für den Off-Peak-Transport. Nachts fahren die Fahrzeuge mit weniger Stopps und einer gleichmäßigeren Geschwindigkeit, was zu einer effizienteren Energienutzung führt. Gleichzeitig tragen Elektrofahrzeuge zu geringeren Emissionen und einer reduzierten Lärmbelastung entlang der Logistikkorridore und in städtischen Gebieten bei.
Die Investitionen sind nicht nur auf Lkw beschränkt. Um die Betriebskontinuität zu gewährleisten, hat ODIN auch in zusätzliche firmeneigene Containerchassis investiert. Diese Investitionen werden sich nicht in den Kundenpreisen niederschlagen, wie Grotenhuis anmerkt: „Wir amortisieren diese Investitionen durch Produktivitätssteigerungen und eine effizientere Nutzung von Ausrüstung und Fahrern.“
Die Zusammenarbeit in der Lieferkette ist nach wie vor von entscheidender Bedeutung
Nach Ansicht von ODIN liegt der Schlüssel für weiteres Wachstum im Off-Peak-Transport in der Zusammenarbeit innerhalb der gesamten Lieferkette. Nicht nur Terminals, auch leere Depots und andere Glieder der Lieferkette sollten abends und nachts zugänglich sein, um die Vorteile dieses Konzepts voll auszuschöpfen. Grotenhuis sieht positive Entwicklungen: „Wir erhalten immer mehr positives Feedback zu Pilotprojekten und verlängerten Betriebszeiten. Haben Unternehmen erst einmal die ersten Schritte unternommen, zeigen sich die Vorteile schnell. Ich bin davon überzeugt, dass in Kürze weitere Partner aus der Lieferkette folgen werden.“
Off-Peak-Transport wird zum neuen Standard
Die Erfahrungen im Rotterdamer Hafen zeigen, dass Off-Peak-Transport keine Zukunftsvision mehr ist, sondern eine praktische Lösung, die bereits heute umgesetzt werden kann. Durch die Verlagerung des Straßenverkehrs auf Nebenverkehrszeiten wird mehr Kapazität auf den Straßen und an den Terminals geschaffen, und die Lieferkette wird zuverlässiger, flexibler und nachhaltiger. „Off-Peak-Transport ist keineswegs ein Zukunftsszenario. Wir praktizieren ihn bereits, und er funktioniert. Ich bin überzeugt, dass sich dieses Konzept in den kommenden Jahren wirklich durchsetzen wird“, so Grotenhuis abschließend.
Off-Peak-Transport wird zunehmend zu einer wichtigen Lösung, um Staus, Kapazitätsengpässe und Nachhaltigkeitsprobleme in der Lieferkette zu bewältigen. Möchten Sie mehr über die Chancen, Herausforderungen und Entwicklungen erfahren? Lesen Sie hier das vollständige Whitepaper.