Studie: Das MAGPIE-Projekt zeigt, dass eine sichere Ammoniak-Betankung in Häfen möglich ist

22 Mai 2026
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Der Rotterdamer Hafen hat im Jahr 2025 erfolgreich gezeigt, dass die Ammoniak-Betankung von Schiff zu Schiff in einer aktiven Hafenumgebung sicher durchgeführt werden kann. Die Ergebnisse dieser im Rahmen des EU-finanzierten MAGPIE-Projekts durchgeführten Arbeit wurden nun in einem umfassenden Bericht veröffentlicht, der praktische Leitlinien für Häfen und die Industrie weltweit bietet.

Die Schifffahrtsbranche steht unter zunehmendem Druck, ihre CO₂-Emissionen zu reduzieren, und Ammoniak gilt weithin als vielversprechender kohlenstoffarmer Kraftstoff. Gleichzeitig erfordern die spezifischen Gefahren dieser Technologie robuste Sicherheitsvorkehrungen, spezielle Ausrüstung und klare rechtliche Rahmenbedingungen, bevor sie in großem Maßstab eingesetzt werden kann.

Um diesem Problem zu begegnen, wurde am 12. April 2025 im Rotterdamer Hafen eine vollumfängliche Simulation einer Ammoniak-Betankung von Schiff zu Schiff durchgeführt. Die Simulation bestätigte, dass die Betankung sicher durchgeführt werden kann, sofern der Vorgang sorgfältig geplant und innerhalb eines soliden Sicherheits- und Rechtsrahmens durchgeführt wird.

Die Ergebnisse wurden nun vom Mærsk Mc-Kinney Møller Center for Zero Carbon Shipping und den Projektpartnern in einem ausführlichen Bericht über die Simulation der Ammoniak-Betankung zusammengefasst. Der Bericht wurde veröffentlicht und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, sodass Häfen, Aufsichtsbehörden und Akteure der Branche auf den gewonnenen Erkenntnissen aufbauen können.

Ein wichtiges Ergebnis ist die Validierung des Sicherheitsrahmens des Rotterdamer Hafens für Ammoniak als Schiffskraftstoff in Verbindung mit dem „Port Readiness Tool“ der International Association of Ports and Harbours (IAPH). Die Ergebnisse zeigen, dass diese Instrumente eine solide und praktische Grundlage für Häfen bieten, die sich auf die Einführung neuer alternativer Kraftstoffe vorbereiten.

Bo Cerup-Simonsen, Geschäftsführer des Mærsk Mc-Kinney Møller Center for Zero Carbon Shipping, stellte fest:
„Das Projekt liefert praktische Erkenntnisse, Validierungsbögen und Empfehlungen, die von Häfen weltweit genutzt werden können, um Vertrauen in die Ammoniak-Betankung aufzubauen und als Grundlage für künftige Genehmigungs- und Regulierungsprozesse zu dienen.“

Boudewijn Siemons, Geschäftsführer des Rotterdamer Hafens, fügte hinzu:
„Die Energiewende erfordert neue, integrierte Wertschöpfungsketten. Dieses Pilotprojekt ist ein wichtiger Schritt beim Aufbau einer lückenlosen Wertschöpfungskette für alternative Kraftstoffe, vom Import bis zum Einsatz in der Schifffahrt. „Gemeinsam mit unseren Partnern zeigen wir, dass Innovation, Sicherheit und Skalierbarkeit Hand in Hand gehen können.“

Durch die offene Veröffentlichung der Ergebnisse dieses Projekts wollen die MAGPIE-Partner die sichere Einführung von Ammoniak als Schiffskraftstoff beschleunigen und die Entwicklung nachhaltiger, intelligenter und integrierter Hafensysteme weltweit fördern.

Über MAGPIE

MAGPIE (sMArt Green Ports as Integrated Efficient multimodal hubs) ist ein europäisches Projekt, dessen Schwerpunkt auf der Entwicklung, Erprobung und Vorführung von Lösungen für eine nachhaltige und intelligente Hafenlogistik liegt und das die Dekarbonisierung des hafenbezogenen Verkehrs durch Digitalisierung und Innovation unterstützt.