Schreiben an das Parlament: Maasvlakte II scheidet als Standort für neue Kernkraftwerke aus

19 Juni 2026
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In dem Schreiben an das Parlament vom 19. Juni 2026 zur Standortwahl für den Bau von zwei neuen Kernkraftwerken heißt es, dass Maasvlakte II nicht mehr als möglicher Standort für den Bau dieser Anlagen in Betracht gezogen wird. Die Westseite des Prinses Alexiahaven war einer der sieben möglichen Standorte, die im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf Umwelt und Umgebung genauer untersucht wurden. Diese Option wird nun im Verfahren zur Auswahl eines bevorzugten Standorts nicht mehr berücksichtigt.

Luftaufnahme eines großen Seehafens mit Containerterminals, Kaianlagen, Straßen und Windrädern an der Küste.

Es gibt mehrere Gründe, warum dieser Standort nicht in Frage kommt. Diese Gründe beziehen sich auf die Bodenbeschaffenheit, auf Stickstoff, die Verfügbarkeit von Kühlwasser und die Vorgaben von Natura 2000. Auch aus Sicht des Energiesystems wird davon ausgegangen, dass die Errichtung von zwei Kernkraftwerken auf der Maasvlakte II komplex werden würde, da die dafür erforderliche Anbindung an das Stromnetz zu kostspielig ist.

Auch angesichts der zahlreichen Vorhaben, die für die Maasvlakte II vorgesehen sind, darunter das Programm „Verbindungen zur Anlandung von Offshore-Windenergie“ (VAWOZ) und die derzeit geprüfte mögliche seeseitige Erweiterung der Maasvlakte 2, wäre dieser Standort auch langfristig nicht für Kernkraftwerke geeignet.

Als Reaktion auf den im Konzept „Umfang und Detaillierungsgrad“ vorgeschlagenen Standort hatte die Port of Rotterdam Authority bereits erklärt, dass Kernkraftwerke an diesem Standort aufgrund anderer Vorhaben in diesem Gebiet nicht wünschenswert seien, auch angesichts der Auswirkungen auf die Umgebung während einer langjährigen Bauphase. Die Port of Rotterdam Authority wird das Schreiben an das Parlament noch genauer prüfen.