König Willem-Alexander und Ministerin Van Veldhoven weihen den ersten Abschnitt des landesweiten Wasserstoffnetzes ein
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Seine Majestät der König hat am Mittwochnachmittag, dem 20. Mai 2026, in Rotterdam den ersten Abschnitt des landesweiten Wasserstoffnetzes symbolisch in Betrieb genommen. Dies tat er gemeinsam mit der Ministerin für Klima und grünes Wachstum, Stientje van Veldhoven, und der Gasunie-Geschäftsführerin Willemien Terpstra anlässlich der offiziellen Übergabe des ersten Abschnitts im Rotterdamer Hafengebiet: einer 32 Kilometer langen Pipeline zwischen der Maasvlakte und Pernis. Mit dieser Übergabe wurde ein wichtiger Meilenstein bei der Entwicklung einer niederländischen und europäischen Wasserstoffinfrastruktur erreicht.
Der Bau des landesweiten Wasserstoffnetzes hat im Oktober 2023 begonnen. Mit der Übergabe dieses ersten Abschnitts kann Wasserstoff von den Produktionsstätten auf der Maasvlakte zur Industrie transportiert werden. In den kommenden Jahren wird das Netz weiter auf die großen Industrieregionen in den Niederlanden ausgedehnt und mit Speicherstandorten und Netzen in Deutschland und Belgien verbunden.
Ein wichtiger Schritt in Richtung eines europäischen Energiesystems
Die Fertigstellung des ersten Abschnitts in Rotterdam ist ein wichtiger Schritt, um die Industrie unter Wahrung ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltiger zu gestalten. Mit dem Rotterdamer Hafen als europäischem Energieknotenpunkt und der strategischen Verbindung des Delta Rhine Corridor können Wasserstoff und CO2 zwischen den Niederlanden und Deutschland transportiert werden. Diese Infrastruktur ist somit ein wichtiger Baustein für ein integriertes europäisches Energiesystem. In diesem System stärken Wasserstoff, CO2, Erdgas, Wärme und Windenergie gemeinsam die strategische Autonomie und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Niederlande und Nordwesteuropas.
Voraussetzung für den Wasserstoffmarkt und die nachhaltigere Gestaltung der Industrie
Das landesweite Wasserstoffnetz wird letztlich eine Länge von rund 1.200 Kilometern haben und nutzt zum Großteil bestehende Erdgasleitungen. Damit bildet das Netz eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung eines gut funktionierenden Wasserstoffmarktes und für die nachhaltigere Gestaltung der Industrie. Mittlerweile ist auch die erste Wasserstoffanlage an das Netz angeschlossen. Es wird erwartet, dass in den kommenden Jahren weitere Produktions- und Importstandorte sowie industrielle Abnehmer an das Rotterdamer Netz angeschlossen werden.