Wichtiger Fortschritt bei der Entwicklung der Maasvlakte: Leitungstunnel erfolgreich installiert

27 Mai 2026
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Lesedauer: 2 Minuten

Während einer sorgfältig geplanten 130-stündigen Betriebsunterbrechung wurde ein Leitungstunnel aus Beton erfolgreich unter die Gleise der Maasvlakte eingeschoben. Diese Operation ist ein wichtiger Meilenstein in der Realisierung des Rangierbahnhofs Maasvlakte Zuid. Die Installation des Leitungstunnels war das Ergebnis intensiver Zusammenarbeit zwischen ProRail, der Port of Rotterdam Authority und den ausführenden Unternehmen: Bauunternehmer Swietelsky, Van der Linden Beton, Boskalis, De Koning und CT De Boer.

Präzisionsarbeit in kurzer Zeit

Der Leitungstunnel, mit zwei Tunnelröhren ausgeführt, wurde aus Fertigteilbetonelementen vorgefertigt und in einem neben dem Gleis ausgehobenen Graben verlegt. Während der Stilllegung wurde das Gleis ausgegraben und die komplette Tunnelkonstruktion mittels eines hydraulischen Systems eingeschoben. Dieses Verfahren ermöglichte es, die Arbeiten schnell und kontrolliert durchzuführen, mit minimalen Beeinträchtigungen für die Locomotive Workshop Rotterdam (LWR) und des Zugverkehrs.

Vorausschauendes Denken vermeidet Störungen

Der Leitungstunnel liegt in Höhe des Anschlussgleises von LWR. Die jetzige Verlegung spart das künftige Öffnen des Gleises für Kabel- und Leitungsarbeiten. Dank dieser Konstruktion können zukünftig neue Kabel und Leitungen – beispielsweise für Energiewende-Projekte – mit minimalen Beeinträchtigungen unter der Bahntrasse verlegt werden. Dadurch werden oberirdische Störungen auf ein Minimum reduziert.

Zusätzliche Arbeiten

Parallel zum Einschieben des Leitungstunnels arbeiten Strukton und KPN an der Umlegung einer Wasserleitung (Evides) und einer Druckleitung (Port of Rotterdam Authority). Hierfür wurden Leerrohre installiert. Nach dem Einschieben des Leitungstunnels können die neuen Leitungen für die Umlegung eingezogen werden.

Minimale Auswirkungen

Die sorgfältige Koordination und zeitliche Bündelung der Arbeiten minimierte die Auswirkungen auf die umliegenden Unternehmen und Nutzer. Durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Endnutzer LWR gelang eine effiziente Umsetzung. Das Unternehmen ist seit drei Jahren am Planungsprozess beteiligt.

Entwicklung des Rangierbahnhofs Maasvlakte Zuid

In Zusammenarbeit mit ProRail realisiert die Port of Rotterdam Authority zur Zeit die erste Phase des Rangierbahnhofs Maasvlakte Zuid (EMZ). Diese Phase umfasst den Bau von sechs Gleisen und mehreren Verbindungen an die bestehende Eisenbahninfrastruktur. Die verbleibenden Gleisbündel des Rangierbahnhofs werden in verschiedenen Phasen gebaut. Die Inbetriebnahme des ersten Bündels wird für Mitte 2027 erwartet. Der neue Rangierbahnhof soll den wachsenden Güterstrom von der Maasvlakte über die Schiene ins europäische Hinterland leiten.

Der Containerumschlag im Rotterdamer Hafen wird in den kommenden Jahren stetig zunehmen. Um den wachsenden Strom von Containern weiterhin effizient ins Hinterland zu transportieren, investieren die Port of Rotterdam Authority, ProRail und das Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft in eine nachhaltige und effiziente Entwicklung des Schienenverkehrs.

Bild: Bob van Bruggen (IJsbreker.TV)