Erste Phase der Verbreiterung des Yangtzekanals abgeschlossen, nächste Phase gestartet
Die erste Phase der Verbreiterung des Yangtzekanals ist abgeschlossen. Das Baukonsortium aus den Unternehmen Hakkers, De Klerk und Van Oord hat einen neuen Schleppbootkai mit zwölf Liegeplätzen und Landstromanschlüssen fertiggestellt. Zu diesem Zweck wurde der Yangtzekanal auf der Südseite auf einer Länge von 500 Metern verbreitert. Inzwischen hat die zweite Phase des Projekts begonnen. Das Konsortium arbeitet nun an der zweiten Phase des Projekts: dem Bau eines 1.450 Meter langen Kais mit zwanzig neuen Liegeplätzen für die Binnenschifffahrt einschließlich Landstromanschlüssen.
Durch den Yangtzekanal fahren die größten Containerschiffe zu den Terminals APMT 2 und RWG im Prinses-Amalia-Hafen und von dort wieder hinaus. Beide Terminals erweitern derzeit ihre Kapazitäten. Dadurch wird der Schiffsverkehr im Yangtzekanal in naher Zukunft deutlich zunehmen. Deshalb muss mehr Platz geschaffen werden, damit die immer größer werdenden Schiffe den Kanal sicher passieren können. Zu diesem Zweck wird die Fahrrinne des Yangtzekanals in den kommenden Jahren über ihre gesamte Länge am Grund verbreitert. Nach Abschluss des Projekts werden der Yangtzekanal und damit der Zugang zur Maasvlakte darauf vorbereitet sein, künftig auch die noch zu entwickelnden Containerschiffe der neuesten Generation sicher und effizient aufnehmen zu können.
Die zweite Phase hat begonnen
Unmittelbar nach Abschluss der ersten Phase begann die zweite Phase des Projekts. Diese umfasst den Bau einer 1.450 Meter langen Kaimauer westlich der bestehenden Antarcticakade mit 20 zusätzlichen Liegeplätzen für die Binnenschifffahrt, die zu den 10 bereits vorhandenen Liegeplätzen hinzukommen. Außerdem wird eine Schwerlastzone eingerichtet, die für den gelegentlichen Umschlag von Gütern oder Spezialmaterialien genutzt werden kann. DieLiegeplätze für die Binnenschifffahrt vor der Kaimauer erhalten eine nautisch garantierte Tiefe (NGD) von NAP -6,80 m. Um die Fahrrinne zu verbreitern und die neuen Liegeplätze für die Binnenschifffahrt anzulegen, werden 1,4 Mio. m³ Sand ausgebaggert. Das Material wird für die Landgewinnung auf der Maasvlakte 2 wiederverwendet. Nach Abschluss der Arbeiten wird der Begegnungsverkehr für Containerschiffe mit einer Kapazität von bis zu 24.000 TEU möglich sein.
Nachhaltige Kaimauer
Die Oberseite der neuen Kaimauer wird aus etwa 10.000 m³ Geopolymerbeton hergestellt. Dieses Material enthält keinen Zement und senkt die CO₂-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichem Beton um etwa 50 Prozent. Damit steht das Projekt im Einklang mit den Zielen der Port of Rotterdam Authority, den Bau und die Instandhaltung der Hafeninfrastruktur noch nachhaltiger zu gestalten. Die Port of Rotterdam Authority verwaltet etwa 80 Kilometer Kaimauern und 200 Kilometer Uferböschungen. In den kommenden Jahren folgen weitere Investitionen in den Neubau und den Ersatz von Kaimauern, wobei Geopolymerbeton voraussichtlich immer häufiger zum Einsatz kommen wird.