Digitalisierung

Airspace Centre für digitale Überwachung des unteren Luftraums für Drohnen in Betrieb genommen

26 Januar 2023
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Am 23. Januar 2023 hat der Hafenbetrieb Rotterdam mit der Einrichtung des Luftraums für Drohnen begonnen. Dafür wurde im 14. Stockwerk des Betriebsgebäudes des Hafenbetriebs Rotterdam ein Airspace Centre eingerichtet.

Das Airspace Center überwacht in den kommenden zwei Jahren in einer Versuchsanordnung mithilfe eines Verkehrsmanagementsystems für Drohnen (Unmanned Traffic Management/UTM) den unteren Luftraum über dem Rotterdamer Hafen (Europoort und Maasvlakte), sowohl für bemannte als auch für unbemannte Fluggeräte.

Das Luftraumzentrum in Rotterdam

Im unteren Luftraum wird das Verkehrsmanagement vollständig digital ablaufen. Dies wird ab sofort zusammen mit dem Softwarepartner Airwayz getestet. Der Hafenbetrieb Rotterdam ist damit die erste Stelle in Europa, die einen eigenen Luftraum dieses Maßstabs samt zugehörigen Regeln einrichtet, um den Drohnenflugverkehr in die richtigen Bahnen zu lenken. Man geht davon aus, dass ein gutes Luftraummanagement kommerzielle Drohnendienste ermöglicht und die Sicherheit und Effizienz der Hafenprozesse erhöht.

Airspace-Managern

Das Airspace Centre wird von speziellen Fluglotsen für Drohnen betrieben, den sogenannten Airspace-Managern. Sie haben vom Airspace Centre aus alle Fluggeräte im Blick. Die Airspace-Manager sind Mitarbeitende des Hafenbetriebs. Sie werden sich einen Tag pro Woche mit dieser neuen Aufgabe befassen und dabei ermitteln, ob das Luftraummanagement mit Blick auf die Sicherheit, die Digitalisierung und den Datenschutz tatsächlich eine Aufgabe ist, die der Hafenbetrieb übernehmen kann.

Dieses Prototypenprogramm ist bis Oktober 2024 befristet. In dieser Zeit hofft man Erkenntnisse darüber zu sammeln, was zur Gewährleistung der Sicherheit des Drohnen-Luftraums benötigt wird, welche Auswirkungen das Drohnen-Verkehrsmanagement auf die Organisation hat und welche Rolle der Hafenbetrieb künftig in Bezug auf den Luftraum spielen kann. So soll langfristig die Sicherheit des Luftraums gewährleistet werden. Der Prototyp „U-Space Airspace Rotterdam“ wird außerdem als Vorbild für die Einführung des Systems an weiteren Standorten in den Niederlanden dienen, etwa über städtischen Gebieten.