Merwe-Vierhavens

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Das Merwe-Vierhaven-Gebiet (M4H) ist ein altes, ca. 100 Hektar großes Hafengelände an der Nordseite der Maas. Früher befand sich hier einer der größten Obsthäfen der Welt, in dem täglich verschiedene Obstsorten gelagert und umgeschlagen wurden. Inzwischen entwickelt sich der Hafen langsam zu einem neuen Wohngebiet und Beschäftigungsort. Das Gebiet ist Standort verschiedener (wirtschaftlicher) Aktivitäten.

Das Gebiet Merwe-Vierhaven aus der Luft mit dem Juice-Terminal im Vordergrund
Foto: Aeroview - Dick Sellenraad

Die vielversprechende Adaptationsstrategie für dieses Gebiet kombiniert Maßnahmen aus den Teilstrategien „Wasser bleib draußen" und „Leben mit Wasser" zur Bewältigung des Hochwasserrisikos. Auf der Abbildung werden diese Strategien dargestellt, in dunkelgrün die Entscheidung für „Leben mit Wasser“ und in hellgrün für „Wasser bleib draußen“. Die Pfeile im Gebiet zeigen die Evakuierungsrouten.

Karte des Gebietes Merwe-vierhaven zur Wassersicherheit. Pfeile visualisieren die Evakuierungswege

Gebäude

Für die Deichzonen und das zentrale Gebiet lautet die Hauptentscheidung „Wasser bleib draußen“. In dieser Zone besteht die Herausforderung in der Integration einer Deichverstärkung in das städtebauliche Konzept. An Orten mit monumentalen, ikonischen oder kapitalintensiven Gebäuden stellt eine Erhöhung keine Option dar. Statt dessen wird eine Nass-/Trockenimprägnierung der Gebäude vorgeschlagen. Durch den erhöhten Bau des geplanten regionalen Radweges (auf 3,9 Metern Höhe) bleibt das Gebiet auch bei Hochwasser zugänglich. Die Brücke zum Dakpark (Dachpark) bietet einen Fluchtweg.

Piers

Für die Piers liegt die Hauptentscheidung beim Thema „Leben mit Wasser“. Auf den Piers werden die Straßen zwischen den Piers mit den Deichzonen zugunsten der Evakuierung und Zugänglichkeit höher angelegt. Die Gebäude auf den Piers müssen wasserbeständig gemacht werden (vorhandene Gebäude) und wasserbeständig angelegt werden (Neubau), damit das Hochwasserrisiko beherrscht werden kann. Die Nass-Imprägnierung ist eine Alternative, wenn die Funktionen im Erdgeschoss oder im Keller des Gebäudes nicht für Schäden durch Hochwasser anfällig sind. Für den Neubau wird vorgeschlagen, den an der Entwicklung beteiligten Akteuren das Hochwasserrisiko mit Hilfe von Kommunikation bewusst zu machen, damit dies bei der Erschließung des Gebiets berücksichtigt wird.

Sicherheit

Der Rotterdamer Hafen hat das ehrgeizige Ziel, der sicherste und effizienteste Hafen der Welt zu sein und verfolgt es kontinuierlich. Dies erfordert eine gute Zusammenarbeit, für die der Hafen diverse Maßnahmen ergreift.